Gesunde Ernährung: Du bist psychisch krank, wenn du das willst!

Man kann es mit allem übertreiben. Das wissen wir. Sogar wenn es um gesunde Ernährung geht. Wie heißt es so schön:
Die Dosis macht das Gift.
 Aber bitte prüfe erst einmal, ob folgendes auf dich zutrifft (Quelle: Zentrum der Gesundheit):
  • Sie ernähren sich gerne gesund?
  • Kaufen dann und wann im Bioladen ein?
  • Studieren das eine oder andere Zutatenetikett?

Ja? Dann könnte es durchaus sein – auch wenn du sicher anderer Meinung bist – dass du psychisch krank bist. Klar, auch mit dem Thema Ernährung kann man es übertreiben. Und zwar nicht mehr nur in die zwei Richtungen „zu viel“ oder „zu wenig“, sondern ab jetzt sind auch die Extreme „schlechte Ernährung“ undgesunde Ernährung“ den Psychologen ein Dorn im Auge.

Du hast richtig gelesen! Wer sich ZU gesund ernährt, der ist laut aktueller Fachmeinung psychisch krank. Natürlich meinen die Forscher hiermit, dass man sich zwanghaft und obsessiv in eine Sache hinein steigert. Der Fachbegriff dazu lautet Orthorexia Nervosa.

Orthorexie ist ein Begriff, der von Steven Bratman, MD geprägt wurde, als er seine eigenen Erfahrung mit Lebensmitteln und Essen beschreiben wollte. Es handelt sich dabei aber nicht um eine offiziell anerkannte Störung im ICD 10. Dennoch sind Betroffe ähnlich wie bei anderen Essstörungen von Kalorien und Gewicht besessen. In diesem Fall eben mit dem Fokus auf gesunde Ernährung (und nicht darüber, „dünn“ zu sein und Gewicht zu verlieren).

Der Gedanke, den ich mit diesem kurzen Hinweis anstoßen will, ist folgender: Wer entscheidet denn letzten Endes, wann etwas „zu extrem“ ist? Schließlich ist alles außerhalb der „Norm“ (also des statistischen Mittelwertes) ab-normal, also ver-rückt. Weg-gerückt von der Mitte der Gesellschaft, könnte man sagen. Also in Kurzform: entsprichst du nicht dem ‚Mittelwert der Gesellschaft‘, dann bist du ver-rückt.

Aber muss das gleich bedeuten, dass es ungesund oder gar krankhaft ist? Du bist ja nur abseits vom Mittel. Die größten Genies unserer Zeit haben sich nicht nach der Norm ausgerichtet sondern ihre Träume über die bekannten Grenzen hinaus verfolgt. Und erst dadurch konnten sie erfolgreich werden und neue Erkenntnisse gewinnen!

Neue Krankheit: Die „Gesunde Essstörung“

Das Zentrum der Gesundheit trifft es auf den Punkt:

Die mentale Störung, die sich in einer gesunden Ernährungsweise äußert, wird also Orthorexia nervosa genannt, was man mit „gesunde Essstörung“ übersetzen könnte (zu griechisch: orthós: der richtige und órexi: Appetit). Natürlich sagt das kein Arzt, weil sich das so gar nicht krank anhört. Übersetzt ins Griechische jedoch klingt das „Leiden“ zugegebenermassen äusserst intelligent, wissenschaftlich und – was besonders wichtig ist – beunruhigend.

Es mag sich zwar ein bisschen seltsam anhören, wenn Menschen als mental gestört qualifiziert werden, nur weil sie keine Chemikalien und keinen Zucker im Essen haben möchten, doch die offiziellen Gesundheitsexperten, denen zufolge das so sein soll, neigen ja generell zu teilweise überschäumender Phantasie – ob nun aus eigenem Antrieb oder weil sie dafür bezahlt werden…

gesunde Ernährung

Minus 8,5kg in 8 Wochen: Die Tim-Ferris Diät am Prüfstand

2012 habe ich die Low Carb Diät getestet nach den Vorgaben einer meiner Lieblingsautoren: Tim Ferris mit seinem Buch namens „The Four Hour Body„. Meinen damaligen Diätplan findest du übrigens immer noch hier.

Besonders weil ich mich damals wieder intensiv mit dem Thema Ernährung, Fitness und Gesundheit beschäftige, kam dieser typisch-Ferrische Ansatz möglichst effizienter, praxisnaher Anleitungen besonders gelegen. Die Resultate waren absolut positiv: Ich habe damals in 8 Wochen 8,5kg abgenommen, dabei meinen Fettanteil um 3,5% gesenkt. Dann war ich in der Phase Muskelaufbau: Mit nur 3 Tagen die Woche und maximal einer halben Stunde Trainingszeit pro Tag konnte ich meine Trainingsleistung in beinahe jeder Session um ca. 5kg steigern (bei gleichbleibender Anzahl an Wiederholungen).

Übrigens zu den „Nebenwirkungen“: Ich schlafe weniger (aber erholsamer), bin viel aktiver und fühle mich sowohl körperlich als auch geistig fitter und belastbarer. Keine negativen Auswirkungen feststellbar. Natürlich achtete ich damals auch darauf, mich am sogenannten „Cheat Day“ ausgewogen zu ernähren, hier kommt etwas Obst und Milch dazu zum ungesunden Rest.

Im Verlauf meiner Diät habe ich viele Menschen motiviert, mitzumachen, darunter auch meinen Bruder, der in derselben Zeit sage und schreibe 16kg abgenommen hat! Auf Grund der großen Nachfrage insbesondere auf Facebook habe ich meinen Diätplan zur Verfügung gestellt: Den findest du nach wie vor hier zum Download.

gesunde Ernährung

Der vier Stunden Körper

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Die damalige Diät hat bei mir zu einer grundlegenden Umdenke geführt und ich konnte ausloten, was meinem Körper gut tut und was nicht. Mittlerweile lasse ich die Finger so gut ich kann von glutenhaltigen Produkten und Weizen – aufgrund einer leichten Unverträglichkeit. Reis und Kartoffeln esse ich wieder, weiß aber, dass dadurch mein Insulinspiegel stark steigt und ich danach weniger Carbs zu mir nehmen sollte bis max. mein Tagesverbrauch zulässt. Obst esse ich öfter, dafür gibt es keinen Cheat Day mehr – und wenn ich mal über die Strenge schlage, dann aber richtig und 3-4 Tage später bin ich etwas aufmerksamer. Zucker in Form von Soft Drinks oder Süßigkeiten bzw. im Café ist komplett aus meiner Ernährung verschwunden.

gewicht

Was ist also in Kurzform seit 2011 passiert:

  • Zu Beginn wollte ich sehen, wie weit ich Fett abbauen und durch Low-Carb definieren kann. Ich kam von 92kg mit 13,7% Fettmasse auf 77kg mit 6,5%. Das bedeutet, ich habe in 6 Monten 15kg abgenommen und dabei meinen Fettanteil halbiert. Ja, ich habe mein Sixpack gesehen. Das fand ich klasse. Ich habe es fotografiert. Und dann habe ich wieder angefangen „normal“ zu essen ;-)
  • Dazwischen habe ich den Fokus auf Muskelaufbau gelegt: bin jedoch mittlerweile bei meinem „Wohlfühlgewicht“ von 85kg angekommen. Die Mischung macht’s: in vielen Phasen habe ich einen niedrigeren Fettanteil (das sind die Zeiten, in denen ich definierter bin und achtsamer esse) bei gleichem Gewicht, dann nehme ich wieder etwas zu (Muskeln und Fettmasse), bevor es wieder sanft ans Definieren geht. Dadurch habe ich auch eine Abwechslung im Training (mal mehr Ausdauer und Laufsport, mal mehr Krafttraining und auch kohlenhydratreicheres Essen).
  • Heute – knapp 4 Jahre später – ist mein Fettanteil ähnlich wie zu Beginn auf ca 12,5%, da ich jedoch deutlich mehr Muskelmasse aufgebaut habe und 84,5kg wiege lebe ich viel sportlicher.

Was sind deine Erfahrungen mit Ernährung und würdest du ZU gesunde Ernährung als Krankheitsbild sinnvoll finden?

Alles Liebe,


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29 Kommentare, sei der nächste!

  1. Bitte distanziere dich unbedingt vom „Zentrum der Gesundheit“. Das ist keine unabhängige Seite, sondern dort wird esoterischer Mist erzählt. Hier ein paar Links dazu:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/verbraucherschuetzer-warnen-vor-ernaehrungsberatung-im-internet-a-906416.html
    Die bewerben beim „Zentrum der Gesundheit“ unter anderem kolloidales Silber, was man aber auf keinen Fall zu sich nehmen sollte:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kolloidales_Silber
    Ich hoffe, du hast diesen Link nur aus Unkenntnis gepostet.

    1. Hallo Chris,

      danke für die Info. Ich habe die Idee für meinen Artikel gehabt weil ich den vom Zentrum der Gesundheit auf Facebook gesehen habe. Karmisch gesehen wollte ich also eine Anerkennung drin haben ;-) Dennoch – und das hast du bestimmt in meinem Artikel gelesen – habe ich weitere Quellen geprüft und bin selbst zum Schluss gekommen, dass der Aufhänger zwar gut ist aber nicht der Wahrheit entspricht. Denn nur obsessives Verhalten ist das, was den Ausschlag gibt. Wobei ich dennoch die Frage, ob die Grenze hier nicht zu eng gezogen werden kann. Danke auf jeden Fall für deinen Hinweis!

    2. Hallo, Chris, – warum diese Verallgemeinerungen? Was genau ist für dich „esoterischer Mist“? Nicht alles in der Esoterik ist Mist, Schindluder kann natürlich auf allen Gebieten getrieben werden, da sollte man schon jeden Fall einzeln betrachten und nicht alles in einen Topf werfen. Was für den einen gut ist, kann für den anderen schlecht sein. Und was das kolloidale Silber angeht, da möchte ich dir auch gern sagen, dass ich ein Ehepaar kenne, das darauf schwört, und beide sind uralt und kerngesund! In diesem Sinne liebe Grüße! ;-)

    3. Hallo Chris :)
      Ja, das “Zentrum der Gesundheit” schreibt über kolloidales Silber. Doch dann einen Link zu Wikipedia? Den Text kann jeder bearbeiten, irgendetwas reinschreiben und, sobald der Text “gesichtet“ wurde, wird er veröffentlicht… Und ob der Spiegel so das gelbe vom Ei ist, bezweifle ich auch ein wenig…

      Ein Beispiel für einen Wissenshort, der immer wieder als non-plus-ultra betrachtet wird: Die deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) äußerten sich in einem Interview über Milch, dass diese sehr zu empfehlen sei. Doch sagten auch aus, dass in einer ihrer Studien belegt wurde, dass “Milch“ Prostatakrebs verursachen kann. Sie wissen nur nicht, ab es die Milch an sich ist oder das darin enthaltene Kalzium. Sie wissen es nicht, weil sie die Studien nicht weitergeführt haben. Empfehlen jedoch weiterhin Milch zu konsumieren; weil ihre Empfehlung – wie sie selbst sagen – an “’Gesunde“‘ gerichtet ist…. Super Aussage @.@

      Ich persönlich habe über das Zentrum der Gesundheit schon einige sehr interessante Tipps bekommen, welche mir sehr geholfen haben. Denn nur weil sie auch über Themen schreiben, die manche als “fragwürdig“ betrachten, sind nicht gleich alle Tipps schlecht und falsch, über die dort berichtet werden….

      Warum sich vor dem Zentrum der Gesundheit distanzieren, nur weil sie “esoterischen Mist“ schreiben? So habe ich auch einmal gedacht, und dann selbst herausgefunden/erkannt, dass es in der Esoterik sehr viel wissenswertes, aber auch viel Unsinn gibt. Man muss nicht gleich alles sofort als ein Gesetzt betrachten, nur weil es irgendwo geschrieben steht ;) Die DGE wird auch immer wieder sooo hoch gelobt und für alle möglichen Ernährungsfragen zu rate gezogen; und dann solche Aussagen, wie in diesem Milch-Interview?!

      Es ist also immer wieder wichtig, dass wir selbst nach-denken und prüfen; auch zwischen den Zeilen lesen ;)

      Danke, dass Dir unser Wohl am Herzen liegt :)
      Lieben Gruß, Rudy

  2. Hallo lieber Benedikt,

    das ist ja mein Thema, da muss ich also quasi was zu schreiben :-) …

    Mein Thema zum einen, weil ich mich beruflich und auch auf meinem Blog mit der Ernährung von Hunden befasse. Mein thema zum anderen, weil ich mich durch Umstellung der Ernährung selber geheilt habe, was die Ärzte nicht hingekriegt haben.

    Das war so: Ich hatte vor gut zwei Jahren plötzlich einen sogenannten Fersensporn. Es tat höllisch weh, nichts hat geholfen. Blöd war es vor allem, weil ich schon alleine wegen meinen Hunden viel zu Fuß unterwegs bin. ja, und die Ärzte wussten, wie schon gesagt, keinen Rat. Das ging fast ein Jahr so, ich konnte kaum laufen.

    Dann hatte ich die Nase voll und habe selber angefangen zu recherchieren. Dass das ganze mit meiner Ernährung zusammen hängen könnte, hatte nie ein Arzt erwähnt. Ich habe dann fast komplett aufgehört Fleisch zu essen (nur noch 1 – 2 Mal die Woche), den Zuckerkonsum fast auf Null gefahren (so wie du keine Softdrinks, keine Süssigkeiten, kein Zucker im Kaffe) und entgiftet. Innerhalb von nicht mal zwei Monaten waren meine Schmerzen verschwunden!!

    Ganz „nebenbei“ habe ich mittlerweile 6 Kilo abgenommen, ohne das beabsichtigt zu haben. Ich war vorher nicht dick, bin jetzt sehr schlank und passe seit mehr als 10 Jahren zum ersten Mal wieder in Kleidergröße 36 :-) …

    Tja, aber wenn jetzt plötzlich alle anfangen, sich um ihre Gesundheit selber zu kümmern, indem sie sich z.B. anders ernähren, wo kommen wir denn dann hin? Das würde die „Industrie“ rund um Krankheiten ganz schön erschüttern ;-) …

    Herzliche Grüße
    Anke Jobi (die gerne ver-rückt ist)

    1. Hallo Anke,

      ich freue mich total für dich, dass es dir besser geht! Hoffe, du hast auch ein umfassendes Blutbild erstellen lassen so wie ich – denn ich wollte nochmal auf Nummer sicher gehen, ob die wichtigen Nährstoffe dennoch da sind (zB gerade bei Frauen ist Eisen oftmals eine Mangelerscheinung bei Vegetariern). Ich bin ja kein Ernährungsberater, aber das nur so als Hinweis :-)

  3. Hallo Benedikt,

    interessanter Artikel. Ich persönlich denke, „krank“ ist man immer dann, wenn man sich selbst unwohl fühlt (allerdings muss man sich das auch erst einmal eingestehen). Ich finde den Begriff „krank“ auch nicht immer abwertend, er zeigt für mich eher, dass ich aus meinem Ur-Lot draußen bin und dafür kann ich oft selbst nichts, ich muss einfach neu lernen, mich abzugrenzen, mir zu vertrauen und wirklich für mich und wie du ja immer so schön sagst: meine Ur-Motivation zu gehen. Problematisch ist in meinen Augen also alles, wo ich mit anderen „Aktivitäten“ (oder „Nicht Aktivitäten“) von meiner Ur-Motivation, meinen Ur-Wünschen und Sehnsüchten ABLENKE (und das kann man bestimmt auch mit übertrieben gesunder Ernährung), anstatt ihnen zu folgen. Allerdings werde ich dann vermutlich eh auf Dauer krank – trotz super gesunder Ernährung. Was meinst du?

  4. Hallo Ben,
    mit echtem Vergnügen habe ich Deinen Beitrag über gesunde Ernährung und die Orthorexia nervosa gelesen. Zwar habe ich noch eine Diät im eigentlichen Sinne gemacht, habe auch keine Waage zu Hause stehen, aber ich springe auf jedes Thema an, das irgendwie mit gesunder Ernährung zu tun hat :-)) Im Moment vermeide ich Weizenprodukte, was gar nicht so einfach ist…Es mag schon sein, dass dieses Fixieren auf „Wie ernähre ich mich richtig?“ oder „Was kann ich in meiner Ernährung noch verbessern?“ ein wenig überzogen ist und es hat sicherlich auch etwas damit zu tun, dass ich kein Übergewicht haben möchte. Mehr allerdings auch nicht – ich fühle mich mit meiner Ernährungsweise wohl, schlafe besser und weniger und kenne das Gefühl des unangenehmen Übersättigsein schon lange nicht mehr. Ich sehe es als einen Spleen an, zu dem ich gerne stehe :-))
    Liebe Grüße
    Barbara

  5. Solange jemand nicht sich selbst und anderen damit schadet würde ich es maximal als „schrullig“ bezeichnen wenn jemand, jede Zutatenliste mit der Lupe untersucht. Eine Schulfreundin meiner Töchter ist militante Veganerin und würde sich nicht mal auf eine Ledercouch setzen wenn sie irgendwo zu Besuch ist, das empfinde ich als „schrullig“.

    Mit Ernährung setze ich mich (als Betreiber eines Foodblogs) zwangsläufig intensiv auseinander, insbesondere auch zum Thema Übergewicht. Was mir bei den meisten Diäten fehlt ist eine Auseinandersetzung mit den, meiner Meinung nach, viel wichtigeren Themen neben dem Essen (ich kenne das Buch von Tim Ferris nicht) z. b. Disziplin. Wenn jemand 20 Jahre nicht die Disziplin hatte sich vernünftig/gesund zu ernähren, wie soll er/sie dann jetzt plötzlich die Disziplin aufbringen sich nach dem Ernährungsplan von Tim Ferris oder sonst jemandem zu ernähren?

    1. Hallo Sepp,

      du sprichst ein sehr wichtiges Thema an: die Ganzheitlichkeit! Die gehört natürlich dazu. Tim Ferriss hat zB in seinem Buch auch viele Infos rund um gesunden Schlaf, Ausdauer- und Kraftsport sowie Beweglichkeit, Koordinationsfähigkeit etc. drinnen. Sehr zu empfehlen!

  6. Hi Benedikt,
    da hast du mit dem Schubladen-denken meiner Meinung nach ein sehr wichtiges Thema angesprochen.
    Ich denke, dass es bei der Krankheit nicht um das gesunde Ernähren geht, sondern eben darum, dass es zu einer Obsession wird.
    Denk nur an die Sport-süchtigen. Da könnte man auch sagen: aber Sport ist doch gesund!
    Pornos gucken würden die meisten sicher auch nicht als Krankheit bezeichnen. Das kann aber ganz schnell zu einer oder sogar mehreren Krankheiten führen!
    Für mich heißt hier der Leitsatz: krank ist es, wenn jemand darunter leiden muss.
    Genau darüber habe ich auch schon mal auf meinem Blog geschrieben: beselfblog.wordpress.com/2014/09/15/krank/
    Liebe Grüße
    Tina

  7. Spannendes Thema, Ben! Ich denke schon, dass es krankhaft sein kann, wenn man sich zu gesund ernährt, wie jedes andere zwanghafte Verhalten. Persönlich denke ich, wenn ich gesund bin, dann kann ich auch 10% der Zeit mal nicht so ganz gesunde Sachen essen.

    Allerdings scheint mir, dass in der heutigen Gesellschaft zum grossen Teil doch eher das Gegenteil vorherrscht: ein erschreckendes Unwissen und eine grosse Gleichgültigkeit gegenüber den Auswirkungen der Ernährung auf unsere Gesundheit.

    Die Erfahrung, die Anke beschreibt, erlebe ich fast täglich mit meinen Kunden. Sie kommen zu mir, einzig und allein weil sie abnehmen möchten. Dass andere Beschwerden, die sie haben, auch mit der Ernährung zu tun haben könnten, hat ihnen bis dato noch keiner gesagt. Und wenn sie dann die Ernährung umstellen, ähnlich wie du es beschrieben hast oder auch wie Anke es für sich entdeckt hat, verschwinden nicht nur die Kilos, sondern auch die meisten anderen Beschwerden.

    Ich gehe mit Sepp einig, dass man allerdings mit Disziplin alleine oft nicht weit kommt! Aber wenn mehr Wissen da wäre, gepaart mit der nötigen Motivation, dann könnte es klappen :-)

    Insgesamt denke ich aber wirklich, wir müssen uns nicht über die paar Menschen, die sich zu gesund ernähren Gedanken machen, sondern eher darüber, wie wir unser Wissen über den Einfluss von günstiger Ernährung auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden verbreiten!

    Denn wer kennt denn heute noch wirklich gesunde Menschen, die keine Medikamente nehmen? (und zu Medikamenten zähle ich auch Anti-Allergika, Cortison Salben, Stimmungsaufheller, Aspirin, Magensäureblocker etc.)

  8. Hi Benedikt,

    Glückwunsch zu diesem langfristigen Erfolg! Ich würde auch sagen, dass der Verzicht auf Soft Drinks und Süßigkeiten der größte Hebel ist. Sehe ich bei mir auch!

    Viele Grüße,
    Patrick

  9. Hallo Benedikt,

    Recht hast du mit deinem Artikel mal wieder.

    Bezüglich Ernährung bin ich sehr glücklich über die Blutgruppendiät gestolpert zu sein. Es stimmt mit dem intuitiven Essensverlangen stark überein. Ich ernähre mich seit über 2 Jahren danach und erfreue mich bester Gesundheit und meiner Idealfigur, obwohl ich keinen Sport treibe außer manchmal Yoga. Noch nie habe ich so gut und störungsfrei verdaut. Ich versuche dazu so gut es geht Grundprinzipien der TCM einzuhalten, zB morgens am meisten, abends am wenigsten Essen, beim Essen nicht trinken etc.
    Ich merke, dass ich auch nach einem üppigen Mittagessen kein Völlegefühl habe, und nach dem Essen nicht müde bin.
    Zu dem verzichte ich so gut es geht auf Zucker und chemische Produkte, was mir fast immer gut gelingt (so boykottiert man gleichzeitig hochmütige Konzerne, denen Umweltschutz nicht wichtig ist und die Profite vor Menschen stellen. Dieser Punkt hat mich persönlich sehr motiviert.)
    Das tolle ist, dass wenn man Zuhause, oder eben dort, wo man meistens isst, nur Produkte hat, die einem nicht schaden, sondern neutral bis sehr förderlich sind, sich recht schnell ein gesunder Standard einstellt und man besten Gewissens hin und wieder Ausnahmen machen kann. Ich liebe zB zuckersüße Torten und die gönne ich mir bei Gelegenheit, passiert aber nur paar Mal im Jahr ;)
    Dazu versuche ich so oft es geht im Bio Supermarkt einzukaufen, Alnatura ist mein absoluter Favorit.

    Die Blutgruppenernährung wird im Internet nicht ernst genommen, besonders von den sogenannten Experten. Doch ich wollte sie intuitiv und konsequent ausprobieren und bin absolut zufrieden, ja sogar sehr glücklich damit. Da bestätigt sich für mich wieder der wunderbare kleine Reim von Eugen Roth:
    „Was bringt den Doktor um sein Brot?
    A) die Gesundheit B) der Tod.
    Drum lässt er, auf dass er lebe,
    uns zwischen beiden in der Schwebe.“

    Nur ist aus einem Doktor pro Gemeinde eine gigantische ‚Gesundheits’industrie geworden, die an Profitgeilheit schwer zu überbieten ist und von Big Pharma aggressiv im Schafspelz bzw. im Arztkittel angeführt wird. Wer sich nicht selbst gründlichst informiert, hat den Kampf um seine Gesundheit leider schon verloren und wird schwere Konsequenzen spätestens im Alter tragen müssen.

    Hier meine wärmste Ernährungsempfehlung:
    http://www.geschichteinchronologie.ch/DrDAdamo-index.html

  10. Lieber Ben,
    bei diesem Artikel brach ich in schallendes Gelächter aus. Ich danke dir sehr für die Aufklärung. Ganz kurz möchte ich dir den Grund dazu erzählen:

    Wegen meiner Krebserkrankung stellte ich meine Ernährung auf biologische Rohkost um. Und siehe da…ich bin wieder geheilt. Ok, es waren auch noch einige andere Dinge die ich unternommen habe, doch die Ernährung spielte eine sehr große Rolle bei meiner Genesung. Die Bilder der Dunkelfeldmikroskopie sprechen Bände und zeigen die Wahrheit.

    Dem Arzt hat das Ganze gar nicht gefallen. Wollte er doch an mir rumschnippseln und mich mit allen möglichen chemischen Präparaten vollstopfen, was ich aber ablehnte.

    Zwar bin ich jetzt körperlich wieder gesund, aber gemäß deinem Artikel dafür psychisch gestört. Na wenn das keine guten Nachrichten sind. Das wird dem Arzt bestimmt gefallen.

    Immer noch lachend danke ich dir nochmals für den Artikel.

    Folge deinem Herzen

    PS: Zu deinem neuen Blog möchte ich dir ebenfalls gratulieren. Er ist wirklich gelungen.

  11. Hey Benedikt,
    ich kann Dir auch nur raten Dich vom Zentrum der Gesundheit fernzuhalten.
    Die Quellen und Schlussfolgerungen sind mehr als unseriös. In der wissenschaftlichen Szene, wo auch ich herkomme, ist die Seite bereits auf der schwarzen Liste gelandet.

    Lieben Gruß,
    Thomy

  12. Na ja, die vom Zentrum der Gesundheit werden wohl nicht nach dem Stein der Waisen streben.

    Vieles auf der Seite ist wohl nicht falsch – aber, wer liegt wohl überall richtig? Wahrlich, die Schulmedizin schon mal gar nicht.

    Also, da sind mir ein paar Fehler sympatischer als die ewigen Besserwisser der Mediziner, die, und das ist eine Schande dieser Medizin, über gesunde Ernährung fast gar nix wissen, weil sie in dem Studien, sprich Hörsälen, davon nichts beigebracht bekommen. Sie tönen nur später als Patienenarzt: „Essen Sie, lieber Patient, was Ihnen schmeckt.“

    Und wer sich tiefer in die Materie begibt, ist schon automatisch kritischer.

  13. Hallo Benedikt.
    Ein interessiertes Thema das mit der Ernährung.
    Ich denke dennoch dass man sich gesund ernähren sollte
    und man schon auch das essen sollte wonach einem gerade ist. Unser Körper teilt sich ja gewissermaßen auch mit und zeigt uns seine Bedürfnisse.
    Trotzdem denke ich an dem Spruch „Du bist was Du isst“ kann schon etwas dran sein…
    Ich hab selbst auch etwas über Ernährung und Serotonin zusammen getragen.
    bloggerlein.wordpress.com

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