Wie du mit 74 den Körper eines 34-jährigen haben, 8kg in 8 Wochen abnehmen und vor allem gesund und glücklich leben kannst.

warnhinweise

Letztes Jahr habe ich mich intensiv mit Ernährung beschäftigt. Für mich hat dieser Teil meines Lebens einen sehr hohen Stellenwert, insbesondere im Blickwinkel „ein Leben nach eigenem Standard“. Schon im ersten Blogartikel „Brich alle Regeln und schockiere deine Freunde! 10 Schritte, wie man aus dem System aussteigen kann“ habe ich auf eine „artgerechte“ Ernährung hingewiesen und mit diesem Artikel möchte ich nun detaillierter auf das Thema eingehen.

Mein Ziel Anfang 2011 war es, im großen Stil abzunehmen und wenige Monate später hatte ich wirklich erstaunliche Ergebnisse vorzuweisen: minus 8,5kg in 8 Wochen. Und es ging weiter: 6 Monate später war ich auf einem Gewicht von 75kg angekommen, obwohl ich parallel Muskeln aufgebaut hatte. Es war das erste Mal, dass ich mein Sixpack wirklich sehen konnte. Bei meiner umfangreichen Recherche bin ich auf einige wichtige Bücher gestoßen, die die Brücke schlagen zwischen Medizin, Fitness und Muskelaufbau, Antrophologie und Ernährungswissenschaft. Der ausschlaggebende Faktor war jedoch die richtige Ernährung. Infos wie ich 8,5kg in 8 Wochen losgeworden bin und was das in mir ausgelöst hat findest du hier: www.zhi.at/minus-85kg-in-8-wochen-die-tim-ferris-diaet-am-pruefstand. In kommenden Blogartikel werden ich noch auf die richtige Zusammensetzung der Ernährung eingehen, vorerst soll erst einmal ein Ziel gesteckt werden (ja, von DIR für DICH. Jetzt!)

Merke: Egal wie hart du trainierst, ohne die richtige Nahrungszufuhr wirst du wahrscheinlich nicht die gewünschten Resultate erreichen. Ich lernte während meinen Recherchen, dass im Grunde jeder Stoff, den wir unserem Körper zuführen, eine Droge ist. Denn jedes Nahrungsaufnahme verändert unseren Stoffwechsel und zum Teil auch unsere Art zu denken. Schwierig wird es jedoch, weil ich selbst kein Experte bin (auch wenn ich mich intensiv damit befasst habe und für mich funktionierende Strategien kenne). Darum habe ich einen meiner wichtigsten Mentoren um ein Interview gebeten und ich bin sehr froh, dass er die Möglichkeit wahrgenommen hat. Ich darf vorstellen:

Dr. Jeffry Life

In seinem neuen Buch „Mastering the Life Plan“ stellt Jeffry eine simple Schritt-für-Schritt Anleitung vor, die sehr gut auf individuelle Bedürfnisse anzupassen ist. Dort geht er auch auf eine artgerechte Ernährung und ein ganzheitliches Fitness-Programm ein.

7 Fragen an Dr. Life und seine verblüffenden Antworten

1. Wie würdest du ein „Leben nach eigenem Standard“ definieren und welche Werte sind dir persönlich und als Trainer wichtig?
Für mich bedeutet „ein Leben nach eigenem Standard“, dass ich unabhängig und in Kontrolle meiner Gesundheit bin und mich weiter entwickle. Es bedeutet auch, einen aktiven Lebensstil für mich und meine Patienten aufrecht zu erhalten. Ich sehe zu viele Menschen, die in ihren Karrieren sehr erfolgreich sind aber ihre Gesundheit vernachlässigen. Ich wette, dass die meisten ihr Vermögen aufgeben würden um ihre Gesundheit wieder zu erlangen.

2. Was ist die Ur-Motivation die dich zu einem gesunden Lebensstil gebracht hat und dazu, anderen Menschen zu zeigen, wie sie dasselbe erreichen können?
Meine Ur-Motivation war der medizinische Weckruf meines Kardiologen. Seit diesem Tag widme ich meine Zeit anderen Menschen, denen es ähnlich erging wie mir. In den letzten 15 Jahren war es mir möglich meine Gesundheit wieder zu erlangen und jene meiner Patienten durch Lebensstil-fokussierte Therapie.

3. Aus einer persönlicheren Perspektive: Wie fühlt es sich an (in deinem Alter) in diesem Körper zu stecken? Wirst du von deinen Mitmenschen anders behandelt als andere?
Es fühlt sich großartig an mit 74 Jahren in diesem Körper zu stecken. Wenn ich in wirklich guter Form bin fühle ich mich besser als jemals zuvor, selbst als ich in meinen Dreißigern war. Und die Menschen behandeln mich definitiv anders: selbst mein direktes Umfeld verhält sich mir gegenüber als wäre ich in meinen Dreißigern oder Vierzigern.

4. Wieso denkst du kümmern sich manche Menschen nicht um ihren Körper anstatt so zu leben wie du?
Es ist eine Menge harter Arbeit, wirklich „sauber“ zu essen und korrekt zu trainieren, vor allem in Amerika. Es gibt so viele Versuchungen den ganzen Tag über. Und es ist so einfach zu scheitern. In einer Umgebung, in der wir die ganze Zeit im Auto herumfahren anstatt zu Fuß zu gehen entscheiden sich viele Amerikaner einfach für den einfacheren Weg und ignorieren ihre Gesundheit. Dann, wenn sie wirklich völlig außer Form sind, ist es wirklich schwer ein Programm zu starten um einen signifikanten Unterschied zu erreichen. Jedoch weiß ich selbst aus erster Hand, dass es möglich ist.

5. Was wären die drei einfachen Schritte die du jemanden rätst, der anfangen möchte gesund zu leben aber es noch nicht getan hat?
Integriere Widerstandstraining in deine Workouts an mindestens drei Tagen pro Woche und arbeite mit einem Trainer.
Cardio-Workouts sind genauso wichtig und ich empfehle stets, diese als Gruppenaktivität durchzuführen.
Befolge eine Schritt-für-Schritt Anleitung, wie ich sie in meinem neuen Buch „Mastering the Life Plan“ anführe. Das vereinfacht es dramatisch, zu einer gesunde Ernährung zu wechseln.

abnehmen

6. Was war die schwierigste Situation oder die größte Herausforderung auf deinem Weg, ein einflussreicher Trainer zu werden?
Das zerrüttendste Ereignis das mir jemals passierte war, als ich selbst nachdem ich es geschafft hatte in wirklich gute Form zu kommen von meinem Kardiologen immer noch Zweifel hören musste, was die Gesundheit meines Herzens betraf. Sogar obwohl ich alles richtig machte forderten die schlechten Gewohnheiten der vorhergehenden 60 Jahre meines Lebens ihren Tribut: ich benötigte zwei Stents. Ich war am Boden zerstört, doch dann realisierte ich, dass ich wenn ich niemals angefangen hätte mich um meine Gesundheit zu kümmern überhaupt nicht mehr am Leben wäre. Noch wichtiger: diese Erfahrung verstärkte mein Bedürfnis, diesen Schicksalsschlag bei mir und anderen künftig zu vermeiden.

7. Bist du der Überzeugung, dass eine gute Behandlung des Körpers auch auf den Geist Auswirkungen hat und wenn ja, welche?
Absolut. Wenn ich nicht richtig esse und trainiere leidet mein Denkvermögen und wird nicht nur weniger klar sondern auch mein Fokus ist leichter abzulenken. Am schlimmsten ist, dass ich dann depressiv werde. Aber wenn ich wieder zu meinem Weg zurückfinde fühle ich mich den ganzen Tag über wohl und ich werde unaufhaltbar. Es verändert meine langfristige Perspektive des Lebens ebenso wie die Art, wie ich „im Moment“ denke.

Mastering the Life Plan_FINAL Cover

Alles Liebe,

Benedikt

 

 

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32 Kommentare, sei der nächste!

  1. Zum P. S. Da ich regelmäßig irgendwelche Dinge anfange, die ich nicht beende, kann ich nur bescheinigen, dass Scheitern schlimmer ist. Wenn ich die Dinge gar nicht erst angehe, weil ich weiß, dass ich sie sowieso nicht abschließe, fühle ich mich befreit.

  2. Wow! Kann mir schon vorstellen, dass er sich wohl in seinem Körper fühlt. Mit 74 einen solchen Körper, das ist echt beeindruckend.

    Interessantes Q&A.

    Gruss
    Eugen

      1. Ja stimmt schon, könnte man fast meinen, aber ich glaube, dass er da schon nachgeholfen hat, oder wie die Amerikaner sagen: „juiced“ =) Trotz Allem Respekt.

        Gruss

  3. Lieber Benedikt,

    zum Gewicht habe ich verschiedene Ansatzpunkte. Ich führe meine Meinung(en) dazu auch nur kurz an, da ich sonst den Rahmen hier sprengen würde :-) Vielleicht kann ich aber die ein oder andere Anregung liefern, gerade in Bezug auf die mentale Grundeinstellung.

    Wenn es für mich der Wahrheit entspricht, dass grundsätzlich um mich herum alles nur aus Energie besteht, und ich somit auch nur Energie zu mir nehme kann, dann frage ich mich wie Energie dick machen soll? Meines Erachtens kann sie es nicht!

    Für mich ist es ganz alleine der Glaube ausschlaggend das bestimmtes Essen dick macht. Ich habe für mich die Erfahrung gemacht das dem nicht so ist. Essen macht nicht dick! Essen macht Spaß! Egal in welcher Form, zu welcher Tageszeit und in welcher Menge! Solange ich mich dabei wohl fühle ist alles in Ordnung damit. Ja, es gibt tatsächlich Moment an denen ich mir denke das es für den Tag etwas zu viel war. Aber das schlechte Gefühl darüber ist am nächsten Tag meisten vergessen.

    Noch dazu kommt das ich meinen Körper selber erschaffe. Und so projiziere ich das Bild von mir; das in meinem Kopf zu 10 % meiner eigenen Vorstellung und 90 % der Erwartung und Sichtweise Anderer entwickelt habe; nach außen. Der 90 % Anteil der anderen hat vor und Nachteile. Vorteil ist, das sie mich nicht dick sehen (können?) Nachteil ist, ich werde niemals zu Claudia Schiffer werden. Wobei, da hört auch mein gesunder Menschenverstand auf.

    Zu guter letzt habe ich noch folgende Beobachtung gemacht die aber nicht immer zutreffen muss. Ich treffe häufig übergewichtige Menschen die bildlich gesehen das Gefühl haben sich schwerer machen zu müssen. Oft haben oder hatten sie innerlich das Gefühl das sie Gewicht und Widerstand aufbauen müssen, um nicht so leicht umgehauen und herumgestoßen werden zu können.
    Es gibt auch welche sich so scheinbar „sichtbarer“ machen wollen, denn sie haben oft Gefühl unsichtbar zu sein, und das sie von ihrer Umwelt nicht beachtet werden.

    Bei extrem dünnen Menschen habe ich bemerkt, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Scheinbar möchten sie übersehen werden. Nicht existent! Einfach nur Luft! Sie verlieren das Gefühl für ihren Körper, und das hat zur Folge, dass sie nach und nach ihren Körper verlieren.

    Ich kann leider keine wissenschaftlichen Studien für meine Sichtweise gerade in Bezug auf die letzten Punkte liefern. Das sind nur Schlüsse die ich für mich ziehen durfte aus Gespräche mit Freunden und Bekannten. Oft liegt der Ursprung (die beginnende Gewichtszunahme) zwar schon lange Zeit zurück, und vielleicht sind die Gefühl inzwischen abgeschwächt oder geändert, aber das Resultat ist oft geblieben.

    1. 1. „Für mich ist es ganz alleine der Glaube ausschlaggebend das bestimmtes Essen dick macht.“

      2. „Solange ich mich dabei wohl fühle ist alles in Ordnung damit.“

      3. „Wenn es für mich der Wahrheit entspricht, dass grundsätzlich um mich herum alles nur aus Energie besteht, und ich somit auch nur Energie zu mir nehme kann, dann frage ich mich wie Energie dick machen soll? Meines Erachtens kann sie es nicht!“

      Deine Überlegungen sind sehr spannend und lobenswert. Ich liebe Menschen, die über den Tellerrand hinausdenken.

      Insbesondere 3 Punkte lösen in mir Resonanz aus und ich bin „gezwungen“ zu antworten:-)

      Zu Punkt 1. Das wär zu schön, um wahr zu sein. So müsste man nur den Glauben korrigieren. Theoretisch bin ich überzeugt von dieser Lösung. Und praktisch würde ich das einigen wenigen „Yogis“ zutrauen, die Energie dahingehend zu beeinflussen. Alles ist Energie. Stimmt. 99.9% werden das aber nicht schaffen. Sie sind zwangsläufig dem unumstösslichen Gesetz von Energieaufnahme/Energieverbrauch unterworfen.Dann kämen wir jetzt noch zum Thema, dass 1 Kalorie nicht gleich 1 Kalorie ist. Sondern die Grundsubstanz der Kalorie, welche Einfluss hat auf Hormonreaktionen hat, der entscheidende Punkt ist. z.B. 1 Kalorie Schokolade vs 1 Kalorie Broccoli. Weitere Details sprengen den Rahmen.

      Punkt 2. Das ist einfach zu widerlegen. Was glaubst Du, wieviel sich wohl fühlen, wenn sie Schokolade essen? Die genetische Fähigkeit, das Richtige zum richtigen Zeitpunkt zu essen ist den Menschen in unserm Schlaraffenland schon lange abhanden gekommen.

      Punkt 3. Ca. 5% der Menschen haben die genetische Disposition, soviel essen zu können, wie sie wollen, ohne zuzunehmen.Soll man sie bewundern? Im Gegenteil. Wenn Dir jemand erzählt, er könne täglich Kuchen und Schokolade essen und darauf auch noch stolz ist, ist er eher zu bemitleiden.ZUCKER schadet jedem Menschen. Wenn nicht früher, dann bestimmt später in diversen Auswirkungsmöglichkeiten.

      Für alle andern gilt: wenn du längere Zeit Deinen individuellen Kalorien-Bedarf überschreitest, auch mit gesunder Kost, wirst du ansetzen. Leider hat noch niemand herausgefunden, wie man zugeführte Energie in Luft auflösen kann.

      Bringst mich grad auf eine Idee….ich forsch mal ein wenig….ach nein, ich lass es. was will ich mit soviel Geld, das mir die Pharmas für diese Lösung zahlen würden:-)

      Mir geht es nicht darum, Recht zu haben oder jemanden in seiner Meinung zu korrigieren. Ich kann nur aus meinen 32 Jahren, in welchen ich mich mit der ganzen Materie auseinandergesetzt habe,schöpfen.

      Und auch was ich von mir gebe, ist nicht DIE Wahrheit. Nur mein Wissen und Erfahrung, welche Null Anspruch auf Richtigkeit hat.

      In diesem Sinn-auf spannende und lehrreiche Diskussionen.

      Herzlich

      Hugo

  4. Ja…klar…beeindruckend…und viel einfacher zu erreichen, als man meint.

    Meine persönliche Strategie: wechsle SCHLECHTE in GUTE Gewohnheiten.

    Denn über veränderte Gewohnheiten findest Du den Schlüssel zu Deinem persönlichen Ziel.

    Ich gebe zu; einiges über Ernährung muss man dabei natürlich schon wissen. Wichtiger als nach dem GUTEN zu suchen ist: SCHLECHTES weglassen. und das Schlechteste ist ZUCKER-weil es zu allem noch süchtig macht.

    Alles Gute auf dem WEG.

    Hugo

    1. „Wichtiger als nach dem GUTEN zu suchen ist: SCHLECHTES weglassen. und das Schlechteste ist ZUCKER-weil es zu allem noch süchtig macht.“

      Auf diese Wahrheit bin ich im Lauf der Jahre auch gekommen.

      Ich gehöre zu den Menschen, die essen können, was sie wollen und einfach nicht zunehmen. Bei einer Größe von 1,97m würde ich gern etwas mehr wiegen, als 72kg. Ich habe anscheinend einen langsame Verdauung und kann normal höchstens 3 Mahlzeiten am Tag essen. Zudem bin ich sehr empfindlich auf jegliches Junkfood und denaturiertem Süßkram.
      Wenn jemand einen „artgerechten“ Tipp hat… – gern auch sowas, wie TINA angedacht hat… bin ich dankbar.

    1. Ich habe beide Artikel genau gelesen und ich kenne Deinen Ernährungsplan. Mir war nicht klar, dass Dr. Life und Du dieselbe Ernährungsweise als die richtige und gesündeste Ernährung anseht.

    1. Doch, diese Erfahrung habe ich gemacht. Falsches Essen (zu spät, zu viel, zuviel Zucker, säurebildend etc.) führt bei mir zu einem trüben Zustand und sogar zu depressiver Stimmung. Ich war erstaunt, das von Mr. Life hier bestätigt zu bekommen, denn die meisten suchen und sehen die Ursachen woanders. Ich hab´s aber leider immer wieder so feststellen müssen – so auch jetzt die letzten Tage gerade wieder.
      Ich brauche dann einige Tage disziplinierter Ernährung mit viel Obst und Gemüse, um wieder stabil in ein gutes Gefühl zu kommen.
      Das erinnert mich an eine Aussage von Rüdiger Dahlke: Viele haben aufgrund Ihrer Ernährung garnicht mehr die Botenstoffe im Körper, um glücklich zu sein, auch wenn die Umstände allen Anlass für Glücksgefühle geben würden.

  5. Hi Ben,

    wie die richtige Ernährung aussieht, da gehen die Meinungen ja auseinander. Bin gespannt, wie sie für Dich aussieht. Ob es erstrebenswert ist so viel Muskeln zu haben wie Dr. Life (ist das eigentlich ein Künstlername?) sei mal dahin gestellt. Zu Deiner Diät kann ich auf jeden Fall schon mal sagen, für mich als Vegetarierin ist sie untauglich. ;-)

    LG
    Anja

    1. Hallo Anja,

      witzigerweise kein Künstlername!

      Und mein Ernährungsplan funktioniert auch wunderbar für Vegetarier, nur müssen hier halt einige Proteinquellen ersetzt werden. Habe auch eine Zeit lang als Vegetarier gelebt und weiß, wie schwierig hier Low Carb zu halten ist (wenn du nicht Rohkost essen magst).

      Das Thema Ernährung ist aber genau wie die Psychologie sehr subjektiv, jeder erzählt etwas anderes. Darum mag ich vor allem keine Grundsatzdiskussion führen zB in Bezug Vegetarier ja/nein. Jeder muss sich selbst seine Meinung bilden, ich tue das etwa indem ich möglichst intensiv in neue Themen eintauche und auch für mich selbst praktisch prüfe.

  6. super zu lesen, dass du die positiven Effekte von „artgerechter“ Ernährung am eigenen Leib gespürt hast! Dem kann ich 100% beipflichten. Und auch mit Hugo bin ich total einverstanden: es ist leichter, als man denkt!
    Ich hoffe, dein Beitrag ermutigt viele Leser, es auch zu probieren.

    Wo ich persönlich allerdings meine Fragezeichen habe: Dr. Life sieht für meinen Geschmack nicht gut aus, sondern unnatürlich. Wenn ich richtig informiert bin, dann empfiehlt Dr. Life seinen Kunden, Testosteron zu supplementären. Und laut einem BBC Interview mit Dr. Life aus dem Februar 2013 injiziert sich Dr. Life 1x pro Woche Testosteron. Ist das denn wirklich nötig? Für mich klingt das schon fast obsessiv. Ich bin der Meinung, wenn jemand so diszipliniert lebt, wie Dr. Life es anscheinend tut (super Ernährung, kein Alkohol, regelmässiges Krafttraining), dann braucht unser Körper keine regelmässige Spritzen. Aber wenn er sich nicht spritzen würde, dann hätte er wohl auch nicht so einen Körper…

    Wenn man von „artgerecht“ spricht, könnte man auch von „altersgerecht“ sprechen. Ich finde, ein 74-jähriger darf auch wie 74 aussehen, so lange er fit ist!

    Aber wie gesagt, die Grundbotschaft finde ich super: gesunde Ernährung hat grössere Auswirkungen als manch einer denkt!

    1. Mist, hier fehlt noch der „gefällt mir“ Button. :-)
      Bin ganz Deiner Meinung, Testosteron muss nun wirklich nicht sein und für mich hat er auch zu viel an Muskeln als dass es noch etwas mit Natürlichkeit zu tun hätte.

  7. Super, dass du Artikel über Ernährung veröffentlichst. Immernoch wird dieser Bereich unterschätzt von dein meisten Menschen.

    Mein erster Gedanke nach dem betrachten des Fittness Guru war: Wow, so Muskulös. Der nimmt sicher Zusatzmittel zum Muskelaufbau. Ein bisschen Recherche und ein Psychologie Studium und meine Alarmglocken läuten. Der Autor empfiehlt ernsthaft sich Testo rein zu fahren? Und ist ganz nebenbei ist er auch noch Inhaber des supplement Herstellers?

    Ich werde mir das Buch in den nächsten Tagen durchlesen. Der Kern klingt realistisch & vertretbar. Als Zusärtliche (!) Informationsquelle sicherlich nützlich.

  8. Großartiger Artikel. Inspirierende Persönlichkeit. Ich kannte den Herrn noch nicht und bin jetzt froh, wieder mal eine Persönlichkeit aus dem Bereich Ernährung/Fitness kennegelernt zu haben.

    Vielen Dank.

  9. Hallo Benedikt,

    ein toller Artikel, der wieder einmal motivierend wirkt.

    In vielem stimme ich mit dem Ansatz überein.

    Nur denke ich, dass man sich kein Testosteron spritzen muss und das auch nicht sollte.

    Denn zwischen Muskelmasse und Testosteronspiegel besteht eine positive Rückkoppelung, weil Muskeln den Testosteronspiegel erhöhen.

    D.h. also: mehr Training führt zu mehr Muskeln führt zu mehr Testosteron führt zu mehr Muskeln führt zu mehr Testosteron usw. usf.

    Daher reicht es aus, mit dem Training zu beginnen und regelmäßig dran zu bleiben.
    Und dabei nicht so Larifari-Wellnesstraining zu machen, sondern so hart, dass man maximal 5-6 Wiederholungen je Durchgang schafft.
    Denn Muskeln bilden sich nur bei einer Belastung, die über die Komfortzone hinaus geht.

    Dann braucht man sich um sein Testosteron keine Gedanken zu machen und gesünder ist es auch, die natürlichen Ressourcen des Körpers einzusetzen.

    Viele Grüße
    Peter

  10. es ist auch ganz wichtig so auszusehen und einen sixpack zu haben um zufrieden und glücklich zu sein! :) nicht umsonst sagte einst ein kluger mann: „der nächste hitler kommt in gesundheitsschuhen“ …

    1. Hallo Anonym,

      den Vergleich mit Hitler finde ich völlig unpassend. Du vielleicht auch, darum hast du wohl keine Lust, deinen Namen preis zu geben. Das ist ok, deine Meinung bleibt willkommen! Ich möchte kein Sixpack propagieren sondern eine gesunde Ernährung. Wie du aussieht darf übrigens jeder für sich selbst entscheiden. Bekannt ist jedoch, dass eine mögliche Konsequenz einer guten Gesundheit und regelmäßigen Trainings auch ein Körper sein kann, der in unserer westlichen Weltsicht als „schön“ durchgeht.

  11. Guten Morgen Ben,

    Ich bin sehr auf deinen Blogartikel gespannt und werde darunter auch gerne eine ausführliche Meinung schreiben.
    Ich habe das Glück noch recht jung zu sein (25) und habe in den letzten 1,5 Jahren mal am eigenen Körper getestet, was an den ganzen „Diäten“ (im englischen Sinne, also der Ernährung, nicht der Deutschen im Sinne von „abnehmen“) so dran ist.
    Ich habe vegetarisch, No-Carb, Low-Carb, Paleo und Carb-cycling durchprobiert. Und was soll ich sagen: Der Körper adaptiert sehr schnell und mittelfristig gibt es da erstmal keine Unterschiede. Das einzige was ich gemerkt habe: Sehr viele Leute, sind sehr ignorant (und, dass es zu jeder Ernährung etliche Studien gibt, die belegen, wie gut das ist – im Endeffekt hat aber keine Ahnung, wie der Stoffwechsel und Biorythmus genau funktioniert).

    Ich möchte hier noch eine interessante Anregung anbringen, mit der mich ein Freund mal sprachlos gemacht hat (Ich bin Verfechter der 5 Handvoll Gemüse/Obst pro Tag):
    „Wieso sollte man Vitamine nicht suplimentieren, was macht Gemüse denn so gesund, wenn ich mir anschaue, wie viel Vitamine Gemüse über die letzten 30 Jahre verloren hat“
    (Ich habe dazu die damals etwas seriösere Quelle nicht gefunden, aber diese hier: http://www.lebenimoptimum.info/nutri/Vitamingehalt.htm)
    Natürlich war das hart überspitzt gefragt, und er weiß auch was Ballaststoffe sind – die Frage hat mir nur sehr gefallen.

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