Die eine Frage, die dich dein Leben lang quälen wird und nie mehr loslässt.

fragen

Ein Gastartikel von Patrick Hundt.

Soll ich, oder soll ich nicht? Ich stehe häufig vor diesen Entscheidungen, und so geht es nicht nur mir. Jeden Tag gibt es kleine und große Fragen: Soll ich mich für mein Verhalten entschuldigen? Soll ich nach einer Gehaltserhöhung fragen? Soll ich mich selbständig machen? Soll ich um die Welt reisen?

Jede dieser Entscheidungen wirkt schwierig. Manchmal entscheide ich mich dafür, andere Male dagegen. Eines ist immer gleich: Entscheide ich mich gegen meinen heimlichen Favoriten, bereue ich es später. Denn irgendwann kommt die unausweichliche Frage: „Was wäre gewesen, wenn..?“. Es gibt keine quälendere Frage, und sie kommt immer zu spät.

„Twenty years from now you will be more disappointed by the things that you didn’t do than by the ones you did do.“ (Mark Twain)

Ich bereue es nicht morgen und vielleicht nicht einmal nächstes Jahr. Aber es kommt die Zeit, wenn ich über mein Leben reflektiere und mich frage, was hätte sein können.

Die Illusion, Zeit zu haben

Ich bin mir dessen bewusst, und trotzdem muss ich mich zu jeder Entscheidung überwinden. Ich muss mich stets aufs Neue zu meinem Glück zwingen und scheitere oft daran – wider besseren Wissens!

Meine Ausrede: Das kann ich später noch machen. Später ist jedoch ein Zeitpunkt, der nie kommt. Die Illusion, viel Zeit zu haben, ist die wohl größte Hürde für mutige Entscheidungen.

Ich bin noch jung. Die große Reise kann ich in einigen Jahren antreten. Gesünder ernähren und Sport treiben, kann ich auch nächste Woche noch. Meinen Job ertrage ich noch eine Weile. Verändern kann ich mich später.

Doch die Zeit vergeht, ohne dass wir es bemerken. Ein Tag geht in den nächsten über, aus einem Jahr wird ein Jahrzehnt. Bald gibt es kein „später“ mehr, sondern nur noch ein „zu spät“.

Wie ein makaberer Gedanke hilft

Spätestens wenn sich das Leben dem Ende neigt, muss ich der Wahrheit ins Gesicht sehen. Sterbende bereuen so einiges, aber vor allem die Dinge, die sie nicht getan haben. Steve Jobs sprach davon, wie ihm sein bevorstehender Tod half, die großen Entscheidungen in seinem Leben zu treffen.

„Remembering that I’ll be dead soon is the most important tool I’ve ever encountered to help me make the big choices in life.“ (Steve Jobs)

Deinen Ausreden kannst Du entkommen, wenn Du Dir vorstellst wie es wäre, nicht mehr viel Zeit zu haben. Frei nach dem Motto: Was würdest Du tun, wenn Du nur noch einen Tag zu leben hättest? Das ist reichlich klischeehaft, und ein Tag ist ein Zeitraum, der bei den meisten Entscheidungen nicht hilfreich ist.

Doch den Gedanken greife ich bei schwierigen Fragen auf: Was wäre, wenn ich auf dieser Welt nur noch ein halbes Jahr Zeit hätte? Meinetwegen auch zwei, oder sogar fünf Jahre. Für jede Entscheidung kann ein anderer Zeitraum sinnvoll sein.

Wie würde ich mich entscheiden? Würde ich auf eine Weltreise gehen, mein eigenes Unternehmen gründen oder mich um meine Liebsten kümmern? Der Gedanke, nur noch wenig Zeit zu haben, wird mir Angst machen. Denn aus dieser Perspektive betrachtet, wird völlig klar, was mir wichtig ist – und, dass ich diese wichtigen Dinge bisher vernachlässige. Ich kann erahnen, wie ich mich bald frage: „Was wäre gewesen, wenn..?“

Wenn Du zweifelst, sage ja

Du weißt, was sein wird, wenn Du Dich nicht entscheidest. Alles bleibt wie es ist. Das kennst Du ja bereits, also warum nicht mal etwas anderes versuchen?

Was geschieht, wenn Du Dich für eine Veränderung entscheidest, kannst Du nur herausfinden, wenn Du ja sagst.

Warte nicht bis Du keine Zeit mehr hast. Entscheide Dich jetzt.

Welche Entscheidungen schiebst Du vor Dir her? Ist die Angst vor der Ungewissheit größer, als die Sorge davor, was hätte sein können?

Über Patrick Hundt

Patrick-Hundt

Patrick reist als digitaler Nomade um die Welt. In seinem Blog www.101places.de schreibt er über das Reisen und seinen unabhängigen Lebensstil. Auf www.introvertiert.org unterstützt er Introvertierte darin, sich auf ihre Stärken zu konzentrieren. Mit seinen Blogs möchte er Menschen helfen, ihr Potential zu entfalten.

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11 Kommentare, sei der nächste!

  1. Bei mir geht die zeit so rasend das ich das gefühl habe vier stunden ist eine stunde deswegen mache ich wirklich nur das was mir gut tut alles andere lasse ich los auch wenn andere menschen in meinem umfeld manchmal beleidigt sind wenn ich nicht so funktioniere wie sie es gerne hätten.mein leben gehört mir.und ich mag es.wow ,alles liebe an euch ,gruss judith

  2. Hey Patrick,

    super Artikel, super Schreibstil. Schön auf den Punkt gebracht. Dieses Gefühl was du am Anfang beschreibst kenn ich sehr gut. Dass ich insgeheim eigentlich genau weiß, wofür ich mich jetzt am liebsten entscheiden würde, aber irgendetwas noch zwischen mir und der Entscheidung steht.

    Ich werde in Zukunft genauer auf diese Momente achten und dann entscheiden als ob mein Leben nicht mehr sehr lang wäre :P

    Danke.

  3. Bin schon lange auf der Suche und glaube habe gefunden nach was ich …
    Meine Tochter lehnt das Schulsystem ab und hat dadurch gewaltige Schwiérigkeiten, doch geht ihren Weg und lässt sich nicht beirren, gut so, denn ich als Mutter haber andere Werte gelehrt bekommen, die heute nicht mehr in die Zeit passen. Ich habe mich dadurch sehr weiter entwickelt und bin dankbar, dass ich auch einen anderen Weg eingeschlagen habe, der es mir in vielen Dingen leichter macht…
    Danke allles auf den Punkt gebracht…

  4. Hallo Patrick, dein Artikel gefällt mir sehr gut. Es ist enorm wichtig für die innere Ruhe, sich schnell zu entscheiden. Der Zustand der Unentschlossenheit ist meiner Erfahrung nach kraftraubend und extrem unbefriedigend. Auch wenn eine Entscheidung schwer fällt, ist es besser die „falsche Entscheidung“ zu treffen, als gar keine. Wobei es fraglich ist, ob es überhaupt „falsche Entscheidungen“ gibt, schließlich wird man niemals erfahren, was ansonsten passiert wäre. Die Dinge, die sterbende bereuen, können bei der Entscheidungsfindung eine sehr sinnvolle Inspiration sein. Danke für diese Erkenntnis!

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