Der Chaos-Guerilla: 3 einfache Wege, sich sofort besser zu fühlen und damit allen auf die Nerven zu gehen.

achtung
Jeder von uns hat Tage, an denen er einfach nicht gut drauf ist. An denen er sich einfach wünscht, glücklich zu sein. So glücklich wie man nur sein kann. So glücklich wie Bill Cosby. Du hast diese Tage auch, oder? Vielleicht hast du auch probiert aufzustehen und warst einfach zu faul, bist im Bett geblieben und hast dich in der Arbeit ohne Grund krank gemeldet. Dann wird es Zeit für eine Langzeittherapie und ganz viele Drogen – sorry, ich meinte Anti-Depressiva.

Anderer Vorschlag: Du beginnst damit, ein Leben nach eigenem Standard zu führen, dein eigenes Hirn zu verwenden (= souverän denken) und frei zu leben.

Und damit deine Mitmenschen auch etwas davon haben, kannst du auf dem Weg zu einem Entscheidungsmacher auch gleich mithelfen, deren Fesseln etwas zu lockern. Wie das geht? Indem du deine und ihre Gewohnheitszone erweiterst…

Phase 1 (für die echten Anfänger)

Schau mal den Menschen im Bus ins Gesicht. Sie sind schlecht drauf. Und dann lächle sie an. Jetzt werden sie unruhig. Und dann hör nicht auf zu lächeln. Womöglich bekommen Sie Angst und steigen früher aus, als sie müssten. Soziale Programmierung: 0. Entscheidungsmacher: 1.

Phase 2 (wenn du dich für etwas besseres hältst)

Stell dich auf einen öffentlichen Platz und fang damit an den Leuten zu erzählen, was für ein schöner Tag heute ist (besonders wirksam, wenn wirklich ein schöner Tag ist). Tu das so lange, bis sich die erste Menschentraube um dich gebildet hat. Jugendliche werden dich mit ihren Handys auf Video aufnehmen und später auf YouTube mit „Irrer auf dem Stephansplatz“ online stellen. Wenn du einen besonders erfolgreichen Tag hast wirst du von freundlichen Männern in weißen Kitteln abgeführt und darfst ab jetzt kostenlos in einem kleinen Raum mit gepolsterten Wänden logieren. Gratuliere, du hast es geschafft! Fremd-Bestimmung: 0. Souveränes Denken: 2.

Phase 3 (nur für die Schmerzfreien)

Bringe Chaos in das Leben deiner Mitmenschen. Eine beliebte Stasi Taktik war es, in die Wohnungen der Leute einzusteigen, während diese nicht zu Hause waren. Dann haben sie minimale Veränderungen vorgenommen. Zum Beispiel das Familienfoto auf das andere Nachtkästchen vom Bett gestellt. Die Leute spürten, dass irgendwas nicht stimmte wenn sie heim kamen und wurden über die Monate – und mit jeder kleinen Veränderung – langsam aber sicher paranoid. So ähnlich gehst du jetzt vor. Du führst einen Guerilla Krieg gegen die Fremd-Bestimmung. Dein Ziel: deine Mitmenschen zum souveränen Denken anzuregen. Dafür ist dir jedes (legale) Mittel recht. Du gehst so vor: finde Wege, die Menschen vor Entscheidungen zu stellen, die sie bisher nicht zu treffen hatten. Solange sie ihre Gewohnheitszone verlassen müssen, machst du alles richtig. Freimaurer, NWO und Illuminati: 0. Chaos-Guerillas, Anonymous und Gedanken-Revoluzzer: 3.

chaos-guerilla

Es folgen ein paar Denkanstöße aus meiner Zeit als Chaos-Guerilla-Kämpfer.. Vorher noch ein wichtiger Hinweis: obwohl ich nicht weiß, ob das hier schon als Anstiftung zu irgendwas Illegalem durchgehen könnte, hier zu unser aller Sicherheit der rechtliche Disclaimer: mach einfach nix von dem, was hier steht und lebe dein Leben genau so weiter wie bisher. Je weniger Veränderung, umso besser! Und nun lasst die Spiele beginnen…

  • Seitenspiegel von fremden Autos einklappen

Autos haben Seitenspiegel. Und obwohl das jeder weiß, reagieren die meisten Leute überrascht, wenn sie während der Fahrt bemerken, dass einer der beiden (im besten Fall der rechte) eingeklappt war. Das passiert meist erst während der Fahrt und manchmal dauert es mehrere Minuten lang. Wenn es gar nicht auffällt… nun, das ist der Grund, warum mich meine Mutter immer vor dem Motorradfahren gewarnt hat. Was es bringt? Den Menschen fällt auf, dass sie sich komplett auf ihre alten Gewohnheiten verlassen und nicht so viel nachdenken, wie sie glauben.

  • Leuten beim Einkaufen unbemerkt Artikel in den Warenkorb legen

Chaos-GuerillaBesonders beliebt weil immer für einen Lacher gut ist diese Guerilla-Taktik. Je ausgefallener der Artikel, mit dem der Einkäufer nicht rechnet, umso besser. Achtung bei Familien: meistens wird das Kind beschuldigt. Das macht also nur halb so viel Spaß. Besser die altbewährte Stasi Technik auspacken und etwas dazulegen, was so gar nicht passt. Beispiel: in einen Korb mit dem typischen Männer-Single-Dinner für eine Nacht (Indiz: Fertiggericht und Bier) kommt plötzlich Vaseline. Ja, die große Dose.

  • Jede Aussage als Frage zurückgeben (das Meta-Monster)

Im Rahmen meiner NLP Ausbildungen nutze ich das Meta-Modell als wirkungsvolle Coaching Technik. Hier werden gewisse Fragen eingesetzt, um mehr Informationen zu erhalten. Das ursprüngliche Ziel war es dabei, das Modell der Wirklichkeit eines Menschen so zu erweitern, dass er mehr und vor allem bessere Wahlmöglichkeiten bekommt. Oder anders gesagt:

(…) die Syntax explizit zu machen, wie Menschen Veränderungen vermeiden und somit, wie man ihnen helfen sollte, sich zu ändern.

Quelle: Bandler, Richard / Grinder, John: The Structure of Magic Vol. 1+2 Science and Behaviour Books, Palo Alto, 1975

Ok, das hat jetzt keiner verstanden.  Egal, was da gemacht wird kann für den Coachee wichtig sein. Wenn man es aber mit seinen Freunden und Kollegen im Alltag macht… nun, sagen wir mal so viel: es gibt eine Grenze. Und wer es übertreibt hat bald keine Freunde mehr, die mit einem reden wollen. Darum bezeichne ich alle, die generell zu viele Fragen stellen und damit alle anderen verjagen als „Meta-Monster“. Typische Fragen, um andere in den Wahnsinn zu treiben (je mehr desto besser), sind:

  • „Was meinst du damit genau?“

Praxis-Beispiel: „Ich bin müde.“ – „Was meinst du damit genau?“ – „Na, dass ich müde müde bin.“ – „Was meinst du damit genau?“ – „Dass ich zu wenig geschlafen haben!“ – „Was meinst du damit genau?“ – „Dass ich schlafen sollte!“ – „Was meinst du damit genau?“ – „Dass ich nicht schlafen kann wenn du mich dauernd fragst, was ich damit genau meine!“ – „Was meinst du damit genau?“ – „Dass ich dir gleich eine reinhaue wenn du nicht die Klappe hältst!“
Profitipp: diese Frage immer wieder hintereinander zu stellen erhöht den Wirkungsgrad der Enerviertheit deutlich, wie das Praxis-Beispiel eindrucksvoll zeigt.

  • „Im Vergleich wozu?“

Praxis-Beispiel: „Heute ist aber mieses Wetter“ – „Im Vergleich wozu?“ – „Zu gestern“ – „War es gestern wirklich schöner?“ – „Ja, war es.“ – „Woher weißt du das?“ – „Ich war spazieren!“ – „Warst du auch schon einmal spazieren, als es nicht schön war?“ – „Ja, warum?“ – „Also gehst du auch spazieren, wenn es nicht schön ist?“ – „Ja, manchmal.“ – „Also ist es eigentlich egal ob es schön ist oder nicht wenn du spazieren gehen willst?“ – „Naja, nicht unbedingt….“ – „Was meinst du damit genau?“

  • „Wirklich ________?“

Expertentipp: alle Menschen tendieren zu Verallgemeinerungen. Oh, ist es dir gerade aufgefallen? Wenn nicht, den Absatz nochmal lesen. Deine Wunderwaffe gegen diese völlig unangemessene Generalisierung: „Wirklich alle?“ Du kannst jedes beliebige Wort einsetzen.
Praxis-Beispiel: „Männer wollen immer nur das Eine!“ – „Wirklich alle Männer?“ oder „Wirklich immer? Gibt es Ausnahmen, wo sie etwas anderes wollen? (Zum Beispiel Bier?)“

Handle jetzt

Bist du bereit, die Welt ein klein wenig besser zu machen und das Leben deiner Mitmenschen ein bisschen aufregender? Es ist für einen guten Zweck, versprochen. Und du hast einen riesen Spaß dabei, so viel steht fest. Beginn damit, fremde Menschen anzulächeln. Ja, auch wenn sie dir nicht auf den ersten Blick sympathisch sind. Wenn du nicht anfängst die Welt besser zu machen, wer tut es dann?

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10 neue Taktiken

Auf Grund der Beliebtheit dieses Artikels und der positiven Resonanz per Kommentaren, eMails und Social Media Beiträgen habe ich in Zusammenarbeit mit meinen Leserinnen und Lesern 10 neue Taktiken fürambitionierte Chaos-Guerillas zusammen getragen. Du findest den Artikel hier: „10 neue Taktiken für den ambitionierten Chaos-Guerilla

Alles Liebe,

Benedikt

 

 

P.S.: Die einzigen Grenzen sind jene, die wir uns selbst setzen.

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  • Der Tempel der tausend Spiegel (Geführte Meditationsreise als Audio)

53 Kommentare, sei der nächste!

  1. Ein Teil dessen, lebe ich schon! Das Anlächeln hab ich mir damals vom Patch-Adams-Film abgeguckt, wirkt immer und macht dich selbst auch glücklich, weil vor allem Ältere sich sehr freuen, in dieser stumpfsinnigen Welt angelächelt zu werden. Und das hinterfragen, hab ich mir auch schon angewöhnt, vor allem meine drei Männer (Bruder; 2 Jungs) haben schon einiges mitgemacht und in den Kursen, die ich aufgebrummt bekomme, bin ich auch schon auf der schwarzen Liste, da ich immer gern und viel hinterfrage und so die Coaches mit ihren 08/15 Vorträgen immer schön aus dem Konzept bringe. Freu mich schon auf die nächsten guten Tips

  2. Hallo Sonja,

    ja die meisten Menschen kommen nicht klar damit, wenn sie ihre gewohnte „Programmierung“ hinterfragen sollen. Was für Ideen / Guerilla-Taktiken hast du denn um ein bisschen mehr Wahrnehmung dafür zu schaffen? :-)

  3. Lieber Benedikt…Mal wieder ein toller Artikel. Das Beispiel mit dem Lächeln habe ich schon sehr oft umgesetzt. So konsequent das mir Gute Laune auch schon als etwas Anstrengendes vorgeworfen wurde. Damit würde ich Leute nerven, sagte man mir. War mir egal….Um uns herum nur schlechtgelaunte Menschen sind doch viel anstrengender.
    Die Fragetechniken sind besonders beliebt und auch da neigen Menschen nach der 3.Frage “ wie genau meinst du das?“ oder “ wirklich?“ schnell dazu mir Gewalt anzudrohen…:-) Wunderbar…schreib weiter so….

    1. Hallo Kathrin,
      danke für deine Worte! Es freut mich sehr, dass dir die Artikel gefallen. Natürlich gibt es eine Grenze bei der man es mit den Fragen übertreiben kann aber manchmal macht es auch einen heiden Spaß, oder?

  4. Ich ecke grundsätzlich gern an! Wohne in nem Minidorf und erzähl mal, das du an Engel glaubst oder heilströmst. Halten dich alle für Plemplem. Ich liebe es, auf Fragen mit Warum zu antworten, passt immer, oder wenn ich jemand neues kennenlern (egal ob Mann oder Frau) sag ich immer das gleiche: ich wohn mit 3 Männern in meinem Haus. 80 % gehen unter fadenscheinigen Ausreden wieder, weil Sie alles nur negativ sehen. Wer die Männer sind ( siehe oben) hat noch keiner gefragt.

    1. Hallo Sonja,

      ja das ist eine gute Selektionsmethode. Die meisten Menschen verlassen sich lieber auf die Infos, die sie schon von Kindheit an bekommen haben, damit sich auch ja nichts ändern muss…

  5. Haha, sehr geile Übungen :D
    Auch noch lustig ist rückwärts durch eine Einkaufsstrasse zu gehen, oder im Bus mit ausgeschalteten Handy ein Pseudotelefonat zu führen…
    Cheers
    Max

    1. Hallo Max,

      haha ja die Rückwärts durch Drive-In Schalter Methode mache ich auch gerne! Klappt allerdings nur mit dem Auto. Auf Fahrrädern wirst du manchmal abgewiesen und musst zu Fuß reinhampeln ;-)

  6. Hallo,
    Verwirrung und Nachdenken habe ich initiiert mit:

    Im Fleischereifachgeschäft des Vertrauens fünf Scheiben Wurst einzeln einpacken lassen.

    An einer Kordel eine Zahnbürste befestigen und diese bei einem Spaziergang in der Einkaufspassage hinter sich herziehen (wirkt nur bei Erwachsenen).

    Jemanden die Fotokamera reichen und um ein Foto vor dem ach so herrlichen Hintergrund bitten. Dies bei der gleichen Person ca. 20x wiederholen.

    Viel Spaß

    1. Hallo Dieter,

      ich musste grade laut prusten vor Lachen! Sitze gerade mit meinem Freund und Kollegen Markus gemütlich im Meeting und dann kam dein Kommentar. Danke von uns beiden für diese grandiosen Vorschläge :)

  7. An und für sich ein sehr amüsanter Artikel.
    Nur ich glaube, dass die Kalibrierung/ Empathie dabei völlig außer Acht gelassen wird.
    Und ich glaube nicht, dass „gut leben“ oder „gute Laune“ auf Kosten der Enerviertheit anderer wirklich ertragreich ist.

    1. Hallo Sören, danke für deinen Kommentar. Ich bin natürlich nicht der Meinung, dass wir jetzt alle rausrennen sollen und unsere Mitmenschen in den Wahnsinn treiben. Meine Artikel sollen vor allem eines: durch provokante Ideen und Sprache neue Impulse setzen. „think out of the box“. Ich hoffe, du kannst mit dieser Info meine Artikel aus einer vllt. anderen Perspektive wahrnehmen.

    1. Hallo Zion,

      da hast du natürlich Recht (und ich als Besitzer eines A-Scheins kenne das Problem). Darum auch der Disclaimer vor den „Tipps“. Eines aber ist wohl durchdacht: Wenn das Ziel ist, Menschen darauf hinzuweisen, dass sie sich zu sehr auf ihre Gewohnheiten verlassen, ist dein Einwand ein tolles Bsp. Denn würden die Menschen ihre Autospiegel aktiv bedenken / nutzen und sich nicht blind verlassen, würde es ja schon vorher auffallen.

      Definitiv nicht soll mein Artikel ein Aufruf dazu sein, andere in Gefahr zu bringen. Ich bin ein Freund der Selbst-Bestimmung und das bedeutet auch: Selbst-Verantwortung. Oder wie Goethe sagte: „Würde jeder vor der eigenen Türe kehren wäre die Welt sauber.“

      Mein Ritual, um die Seitenspiegel zu testen, ist wie folgt: auch wenn nicht notwendig, so klappe ich sie bei meinem VW Eos beim Einparken elektronisch ein und bevor ich losfahre logischerweise wieder aus. Damit ist sichergestellt, dass sie immer richtig eingestellt sind.

      Was sind deine Ideen um achtsamer mit deiner Umwelt umzugehen, Zion?

  8. Der geringste energiezustand ist das chaos, habe ich mal gelesen. das hoechste mass der entropie. Eine menge menschen moegen anscheinend das chaos nicht. Ich halte den zustand des chaos fuer äusserst kreativ. Es ist oft fuer mich so als wuerde eine zentnerschwere last von mir genommen. Oft nicht weit weg sind da lachtraenen….

    1. Haha, die wurden mir leider abgenommen. Nein im Ernst, die Übung ist super. Mein guter Freund Sergej Linz macht diese zB auch bei seinen Flirten lernen-Workshops um seinen Klienten die Angst vor dem Ansprechen abzugewöhnen. Als ich bei ihm mal reinschnuppern durfte hab ich das als „Übung“ im Seminar-Kontext kennen gelernt. Mittlerweile gibt es ja genug Events wie diesen, zB Flashmobs. Oder „Free-Hug“ Aktionen: http://www.youtube.com/watch?v=z177cRpWQe4

  9. Anlächeln? In Wien reicht schon in die Augen schauen um Chaos zu ersachaffen… wegdrehen, nervös werden, schüchtern grinsen, oder ein Blick als ob man die Person gerade vergewaltigt hat sind die typischen Reaktionen… sehr lustig in der U-Bahn…

  10. hi Ben :) diese fragen erinnern mich an meine kindheit und an meine tochter als sie noch klein war, das ist sehr lustig! gefällt mir gut –

    wenn wir – mein mann und ich – essen gehn, dann fragt einer von uns immer kellner/in „wie gehts? alles gut?“ „von wo..? usw… offene fragen ;-) die lieblingsfrage meines mannes „wie gehts der mama?“ das ergebnis ist anfangs verwirrtheit – dauert nicht lange und dass tolle daran :-) wir werden immer erkannt und freudig von der ferne begrüßt –
    und!!! wir bekommen immer einen tisch – wirklich immer!
    danke dir Ben! gruß Sabine

    1. „Wirklich immer“ *lach

      Gut so! Ja, Menschen sind tatsächlich freundliche Wesen und schätzen es, wenn man ihnen aufrichtig begegnet. Ist total überraschend gewesen als man das rausgefunden hat. Ich glaub die wissenschaftliche Langzeitstudie dazu fehlt noch aber wer wäre auch so dumm eine so verrückte These ernsthaft überprüfen zu wollen…

  11. Will ungern klugscheissen, aber heisst es nicht DIE Guerilla, aber DER Guerillero? ;-)

    Den Hinweis auf die Stasi-Methoden finde ich, sagen wir, nicht ganz unproblematisch. Wachrütteln ok, aber du willst doch hoffentlich positive Emotionen wecken, oder?

    1. Hallo Holger,

      danke für dein Feedback. Kleiner Tipp (und auch wenn es zynisch klingt bitte nicht so verstehen sondern positiv gemeint): wenn du etwas nicht willst, dann lass lass es doch einfach! ;-) Für mich klappt das meistens ganz gut, egal bei welchem Thema.

      Und ich glaube wir wissen alle, dass ich hier niemanden aufrufe irgendwas gefährliches oder gar für andere schädliches zu tun. Im Gegenteil!

  12. Danke! Hat mich herzlich zum Lachen gebracht und
    inspiriert :-)

    Das Lustige ist, ich praktiziere genau solche Dinge schon
    seit Jahren & von vielen Menschen wird es als „komisch“
    empfunden. Heute weiß ich, dass diese Menschen einfach
    ihr Leben zu ernst nehmen ;-)

    Beste Grüße!

    Tim

    1. Hallo Tim,

      ja das ging mir auch so, die Erkenntnis, dass ich mein Leben selber früher zu ernst genommen habe. Die Welt ist eine große Spielwiese! :)

      Was machst du denn für „Dinge“? Jetzt bin ich neugierig!

  13. Hmm … die Fragetechnik beherrscht man als Dreijähriger vollkommen. Wird einem oft wieder abgewöhnt (oder schlicht zu blöd), es sei denn, man ist mein Drittgeborener – der macht das mit inzwischen fast 12 Jahren immer wieder, und mit Begeisterung, und an dem können sich manche erfahrene Guerilla-Taktikerinnen ein großes Beispiel nehmen!

    1. Hallo Kathi,

      ja so ist das mit den Geschwistern Wir haben uns auch wechselseitig in den Wahnsinn getrieben. Familie ist eine gute Schule! Aber auch da sollte mans nicht übertreiben mit dem „Meta-Monster“ ;)

  14. liebster Benedikt, danke für den Beitrag :)

    … das mit dem Lächeln habe ich erst vor kurzem (in einer Krise) für mich entdeckt… aber generell ist es schon erheiternd die Menschen zu beobachten wenn man Dinge tut, die für einen selbstverständlich sind, aber eben nicht für alle. Da fängt schon bei den Wörtchen „bitte“ und „danke“ an.

    Ich für meinen Teil kleide mich nicht immer gemäß der Norm und schon gar nicht gemäß meines Alters :) und wenn man dann freundlich bitte und danke sagt, grad für die kleinen Dinge wie z. Bsp:
    – das hinlegen des Trennbalkens auf dem Band an der Kasse
    – oder gar selbst eins nach seinem Einkauf aufs Band legt
    – oder wem am Bahnhof mal mit den schweren Koffern die Treppe rauf oder runter hilft
    dann gucken die Leute schon sehr seltsam… und freuen sich…

    mit ein bisschen mehr Obacht für seine Umwelt und Mitmenschen kann man heutzutage schon genug Verwirrung stiften, finde ich

  15. Upps! Ich wurde soeben als Meta-Monster entlarvt…
    Seit einigen Jahren hinterfrage ich so ziemlich alles. Ob es meine eigenen Gefühle sind, Situationen, Arbeitsabläufe, Systeme, Medienberichte, sonstige Literatur oder Aussagen. Als Kind konnte ich das auch sehr gut (welches Kind kann das nicht) und trieb meine Eltern fast in den Wahnsinn damit. Leider lies ich es zu, dass ich die Fragerei abstellte – naja wenigstens einschränkte, bis ich sie wieder für mich entdeckt habe. Meine Lieblingsfrage: Warum (ist das so)? Ich kann bestätigen, dass einige mittlerweile davon genervt sind und einen Bogen um mich machen weil die Antworten oft sehr unbequem für sie sind…sie müssten dann aus ihrer Komfortzone heraustreten.

    Bei den Personen welche meine Hilfe in Anspruch nehmen, nutze ich dies damit die Person selbst die Antwort findet – selbstverständlich stelle ich in dieser Situation bewusste Fragen jeweils passend für diesen Menschen.

    Das Spiel mit dem Anlächeln im Bus, im Supermarkt an der Kassa oder in einem Lokal war eine meiner ersten Handlungen. Danach kamen so Sachen wie z.B. Tanzen in der Fußgängerzone zum Rythmus eines Straßenmusikanten. Mittlerweile bin ich bei so Dingen angelangt wie sie ANDERS beschrieben hat. Gestern z.B. bei einer Busfahrt nach Meiland versorgte ich die Fahrgäste mit Kaffee…einfach weil es mir Freude machte (die Reisebegleitung fehlte, es war 4.00 Uhr morgens und ich trinke selbst keinen Kaffee). Die Menschen waren erst Erstaunt, dann zu Schüchtern um zu Bestellen und zum Schluss hoch erfreut.

    Für mich ist es immer wieder schön zu sehen, wie ich die Menschen aus dem Lot bringen kann durch meine Handlungen.

  16. ich war jetzt zu faul alle Kommentare durchzulesen :)
    zu den Chaos-Taktiken habe ich folgendes zu sagen:
    gut ich muss dazu sagen, dass ich aus einer erzkonservativen kleinen Stadt in Bayern komme :)
    da reicht es im Prinzip schon aus sich „geringfügig“ (für mich ist es geringfügig, die anderen Mitbürger denken wahrscheinlich oft, dass ich von nem anderen Planeten komme :) ) anders zu verhalten als die breite masse, um kopfschütteln und sonstiges auszulösen. ich kleide mich häufig so, dass alle merken: diese Person ist/denkt definitiv anders!! :) dazu kommt meine Frisur, die über die Stadtgrenzen hinaus bekannt is :) :) meine freunde sagen öfters: „wenn man mit dir immer unterwegs ist, schauen dich die menschen immer so komisch an, als wenn du ein aussätziger wärst! :)
    aber meiner Erfahrung nach… reicht auch schon aus.. Selbstbewusstsein auszustrahlen, den blick oben zu halten und die menschen einfach nur wahrzunehmen….. das alleine genügt schon (leider), um die menschen zu schockieren….. ich komme mir oft vor wie NEO IN DER MATRIX (Szene mit der heißen braut als er mit Morpheus durch die Matrix läuft :) )….. alle schlafen… nur ich bin erwacht :) :) …. mir und meinen freunden bzw meinen Freundinnen gefällt es oft schon wenn wir in irgendwelchen „pseudo-vornehmen“ Restaurants/cafes sitzen und laut über sex-Geschichten in allen Einzelheiten berichten oder dass wir im erotikmarkt waren und sex-Spielzeug gekauft haben :) … eigentlich ist das „gefährlich“ was wir tun (wie krank ist die welt! :) )… ich wurde auch schon wegen meiner Frisur öffentlich angepöpelt und es wurde mir mit schlägen nicht nur gedroht! aber davon lass ich mich nicht unterkriegen!!! :) da hilft nur ein großes soziales Netzwerk…. mittlerweile traut sich niemand mehr in meinem umfeld die Hand gegen mich zu erheben, da fast jeder weiß mein „sozialer Wirkungskreis“ ist größer als der ihre!!! :) :) :) deshalb empfehle ich jedem der sich wirklich dauerhaft anders als die breite masse verhalten will (vorsicht wichtig: ich tue nichts um anderen zu schaden oder ihre Freiheit einzuschränken!!!) und das auch nach außen hin vertreten möchte, ein richtiges Mittelmaß zu finden und vorallem auch euch mit sozialen Dynamiken und Networking (bzw. wie du schnell leute auf deine seite bringst, vertrauen schaffst) auseinanderzusetzen. da ich mich selbst kaum wehren kann, als bekenndes weichei :) habe ich eben immer „Bodyguards“ dabei bzw meine „Bodyguards/Verteidiger“ nicht weit….. spätestens der nächste Barkeeper/Barkeeperin/Chef/dj (da ich mich eben in allen belangen „anders“, aber korrekt verhalte) kennt mich und wenn nicht dieses mal dann beim nächsten mal :) :) ……. ich weiß es mag sich alles etwas übertrieben anhören, aber so ist nunmal meine welt! :)

    1. Hallo Jens,

      ja, du lebst (wie ich auch ;-) in deiner eigenen Welt und man kennt dich dort.

      Die Frage die mir bei deinem Kommentar – danke dafür, dass du dir so viel Zeit genommen hast! – kommt ist: welchem Zweck dient dein Handeln? Ist es Selbstzweck (= Ego-Befriedigung) oder ist es Fremdzweck (= aufzeigen von sozialer Programmierung).

      Bei den Chaos-Guerillas geht es (mit ironischem Unterton) um eine Mischung aus beidem.

      Der Gesellschaft zur eigenen Belustigung den Mittelfinger zu zeigen und gewalttätiges Handeln zu provozieren gehört für mich aber nicht dazu, auch wenn der Begriff „Guerilla“ vielleicht dazu verleiten mag, das zu denken.

      1. danke für den gedankenanstoß!!!
        da bin ich mir leider selbst noch nicht ganz sicher, bin immer noch dabei meine vergangenheit aufzuarbeiten… ich hoffe aber dass es bei mir nicht reine ego-befriedigung ist, da das mit meinen eigenen grundwerten freiheit (für alles und jeden) und liebe (für alles und jeden) nicht übereinstimmen würde..
        nochmals danke für den gedankenanstoß…

        überragender blog übrigens.. gefällt mir sehr…. eine sehr sehr große inspiration für mich! :)

  17. Habe mich neu inspirieren lassen von diesem Blog und denke, dass ich heute einen SUPER Tag werden habe: ab in die Stadt !

    Ich habe die Chaos- Guerilla-Taktik schon angewendet ohne das ich gewusst habe das es sie gibt…

    z.b. Ich war mit einer Freundin im Warenhaus. Wir fingen an abwechsungweise, erst leise, dann mal laut zu stöhnen um die Reaktion der Mienschen zu beobachten.
    Ein heiden Spass !

    Für das Fragen stellen „wie gehts deiner Mutter“ bin ich schon lange in meinem Umkreis bekannt. Kann aber auch in die Hosen gehn wenn die Mutter des befragten gestorben ist. Dann steht man ein bisschen blöd da. Kann aber auch zu einem sehr intimen Gespräch führen.

    Ich liebe es die Menschen zu Überraschen und zum anderssein bewegen.

    Danke Benedikt

  18. Ich habe kürzlich mal eine kleine Figur an den Packtisch eines Warenhauses geklebt. Sieht gut aus. :-) Und ein kleines Lichtel hab ich mal beim Zahnarzt in einen Blumentopf gestellt. Hat gepasst, als müsste es so sein. :-)

  19. Ich kannte einen der hat des öfteren aus heiterem himmel und völig ernst gerufen „halt“ und als die Menschen verdutzt stehen geblieben sind hat er die ruhig gefragt „weisst du wo du hin willst?“ Das ganze auf Kroatisch kommt vieleicht etwas nader rüber :) Gruss

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