Monster Choice: warum uns zu viel Freiheit davon abhält eine Entscheidung zu treffen und was man dagegen tun kann.

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Heute geht es um ein Problem, das  allgegenwärtig ist und Menschen aller Altersgruppen betrifft. Es geht um das Gefühl nicht zu wissen, was man mit sich und seinem Leben anfangen soll. Nicht, weil man keine Möglichkeiten hat. Ganz im Gegenteil: weil man zu viele Möglichkeiten hat. Es geht um das Monster-Choice Dilemma.

Monster Choice

monster-choiceEs ist ein Zeichen unserer Zeit und der Informationsgesellschaft. Betroffen sind Studenten, die nicht wissen was sie mit sich anfangen sollen, High Potentials die lieber als Weltreisende und Tagelöhner vor sich hin leben, anstatt aktiv Karriere zu machen, Hausfrauen, die den ganzen Tag nur vor dem Fernseher sitzen und tausende andere mehr. Wie kommt es dazu? Weil wir so viele Möglichkeiten und Alternativen haben sind wir unfähig geworden, überhaupt eine Entscheidung zu treffen. Und wir verharren da, wo wir sind. Aber die meisten von uns macht das nicht glücklich.

Und dann beginnt die Suche… aber es ist eine kopflose Suche. Das ist der Grund, weshalb wir immer wieder unseren Job wechseln, die Kleidung, den Partner… wir suchen, aber wir wissen nicht wonach. Und darum suchen wir immer schneller und hoffen – je rapider wir uns verändern – je mehr Neues wir ausprobieren… umso höher die Chance, doch noch den Karrieresprung zu schaffen, doch noch die Traumfrau zu finden, doch noch die Strategie zu finden, die wirklich funktioniert.

Aber du merkst schon: das kann nicht die Lösung sein. Es kann nur unser Problem verschlimmern. Und der Grund für unser Problem – der Grund, weshalb viele heute zweifeln – ist, dass wir im Außen nach einer Lösung suchen, die man nur im Innen finden kann. Wir haben alle Möglichkeiten, wenn wir wollen. Natürlich ist kein Weg wie der andere und manche mögen das Gefühl haben, dass sie benachteiligt wären. Das mag sein, ist aber belanglos.

Wenn du am Leben bist, dann kannst du auch deine Mission leben.

Ein Luxusproblem

Sind wir mal ehrlich: wir leiden. Aber das immerhin auf sehr hohem Niveau. Um das deutlich zu machen, möchte ich eine kurze Geschichte der Zeit durchspielen am Beispiel der Berufswahl.

  • Single Choice

Früher war die Sache einfach. Wenn du ein Mann warst wurdest du Jäger und hast deine Familie beschützt. Wenn du Frau warst, hast du dich um den Nachwuchs gekümmert und die sozialen Strukturen zusammen gehalten. Das ging für eine ziemlich lange Zeit so, fast bis ins Mittelalter. Auch da galt noch: wenn der Vater Bäcker war, wurde sein erst geborener Sohn meistens… richtig, Bäcker.

  • Multiple Choice

Dann wurde die Sache etwas komfortabler, aber gleichzeitig auch komplizierter. Man konnte einfacher verreisen und so standen viele (oft waren es die Zweitgeborenen, denn die anderen mussten ja den Hof weiterführen) vor der Entscheidung, ob sie das Land verlassen und in die Stadt gehen um dort ihr Glück zu versuchen. Aber sie hatten keinen echten Klassenaufstieg zu erwarten.

Monster Choice

  • Freedom of Choice

Heute leben wir in einer Gesellschaft, in der Hierarchien zwar immer noch wichtig sind, Statusmerkmale jedoch zunehmend an Bedeutung verlieren. Mit allgemeinem Wohlstand und sozialer Gerechtigkeit wird selbst der Klassenwechsel möglich und eine völlig freie Berufswahl unabhängig vom Geschlecht verstärkt diesen Fortschritt in den nächsten Jahrzehnten wohl noch weiter.

Aber genau das führt auch zum Monster Choice Dilemma: alles zu tun und zu sein wird möglich. Das schreckt aber viele auch ab und lähmt uns (wir verfallen quasi in Schockstarre). Es erinnert uns an die Kindheit, in der wir Angst vor einem Monster hatten, das sich unter unserem Bett versteckte. Natürlich war es nicht unter dem Bett, das Monster existierte ja nicht einmal. Aber das war egal, es war in unserem Kopf und dadurch wurde es real. Könnte es sein, dass sich dieses Monster von damals heute unter dem Deckmantel der Entscheidungsfreiheit wieder in unsere Gedanken geschlichen hat?

Zu erkennen, dass du dich bisher selbst von deinem Glück und Erfolg abgehalten hast ist ein wichtiger erster Schritt, um dich zu befreien. Nur durch das erkennen und an-erkennen kannst du nun beginnen, dein Leben selbst-bestimmt zu gestalten.

Lebe deine Mission

Hol dir mein gratis eBook!Das Ziel meines Blogs ist es, dich auf dem Weg zu einem Leben nach eigenem Standard zu unterstützen. Dazu gehört vor allem die Gewissheit, dass du ein Sinn-volles Leben führst. Was das bedeutet? Das kannst du nur selbst herausfinden. Wenn du noch nicht genau weißt, was dich begeistert (weil die Frage so groß ist und dadurch die Antwort schwer fällt) dann starte mit meinem Mini-eBook, das du hier kostenlos herunterladen kannst: www.benediktahlfeld.com/blog/ur-motivation. Darin findest du in 7 einfachen Schritten zu deiner Ur-Motivation.

Sehr hilfreich empfand ich diese Erkenntnisse auf meinem Weg zu einem Leben nach eigenem Standard:

Prioritäten setzen

Dieser Punkt ist essentiell.

  • Was willst du?
  • Warum willst du es?
  • Wie bekommst du es?
  • Womit fängst du an?
  • Wann wirst du es haben / sein / tun?

Annehmen, dass doch nicht alles möglich ist

Grenzen existieren. Das ist gut so! Stelle dir vor, du würdest sechs Tage durchgehend wach bleiben. Das tut keinem Körper einfach nicht gut. Genau so ist es auch mit deinem Geist. Er braucht manchmal einfach auch etwas Ruhe.

Übernimm Verantwortung für dein Leben

Alles ist eine Entscheidung. Entscheide dich und fange jetzt sofort an, dein Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Keine Fremd-Programmierung oder Manipulation durch Massenmedien, Schulwesen, Werbung, Ideologien… Schreib dir deine Gedanken auf; und wenn es nur eine Notiz auf deinem Smartphone ist. Denn alles ist eine Entscheidung.

Auch die Entscheidung, sich nicht entscheiden zu wollen,

ist eine Entscheidung.

Wenn du soweit bist, interessiert mich deine Antwort auf diese Frage sehr: „Wofür würdest du dich einsetzen?“ Schreib mir einfach einen Kommentar und lass uns zusammen Entscheidungsmacher werden.

Alles Liebe,

Benedikt

 

 

P.S.: Von nix kommt nix. Der Weg entsteht beim Gehen.

ben-optinDu willst mehr wissen?

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  • Eine herunterladbare Kopie meines Buches „Entscheidungsmacher“
  • So findest du deine Ur-Motivation (eBook)
  • Das Manifest (Motivations-Poster)
  • Der Tempel der tausend Spiegel (Geführte Meditationsreise als Audio)

30 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hi Benedikt,

    wie immer ein sehr schöner Artikel deines Blogs, den ich mittlerweile regelmäßig lese.
    Eine kleine Ergänzung zum Punkt „Single Choice“:

    Ich habe auch lange mit steinzeitlichen Verhältnissen und den daraus folgenden evolutionären Entwicklungen argumentiert. Folgender Artikel zeigt aber – nachvollziehbar, wie ich finde! – dass wir da möglicherweise umdenken müssen:

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/anti-emanzipatorische-argumente-steinzeit-fuer-immer-12125657.html

    Was deiner Argumentation aber im Übrigen keinen Abbruch tut;-]

    Viele Grüße und weiterhin frohes Schaffen,

    Nils

  2. Was uns vom Glück abhält?

    Es sind lediglich unsere Gedanken, bzw, das was sich denkt. Glück ist immer vorhanden, oder nennen wir es Wahrheit oder das Eine.
    Wer die Polarität als erstes Schicksalsgesetz überschritten hat, dem ist die Klarheit nicht mehr zu nehmen.
    Der Rest ist ein Surfen in der Illusion. Wobei das nichts schlimmes ist. Nur Klarheit ist purer Luxus.
    Klarheit im Wasser erreicht man, wenn sich ruhig verhält. Zappeln wühlt wieder auf. So ist es auch mit den Gedanken.
    VG
    Norbert

    1. Hallo Norbert,

      Danke für deinen wie immer anregenden Input. Habe ich richtig verstanden, dass du davon sprichst, dass es erstmal darum geht den Dualismus zu überwinden / hinter sich zu lassen?

      1. Nicht ganz,
        Dualität ist unsere Welt.
        Den Dualität zu erkennen, zu durchschauen ist die Herausforderung.
        Einheit kann sich nicht betrachten. Das EINE muss erst zwei werden bevor die Resonanz etwas in Schwingung versetzen kann, was sich wahrnehmen kann.
        Non-Dualität ist vorhanden und wird nicht mit unseren Sinnen wahrgenommen. Es geschieht in Dir. Es ist wie das Einschlafen und Aufwachen… es geschieht. Dieses Aufwachen ist auch das was hier gemeint ist. Der Blick hinter den Vorhang und dennoch geht das Spiel auf der Bühne weiter.
        VG
        Norbert

    2. Hallo Norbert,

      das sind sehr gute argumente und gedanken, zur klarheit finde ich – diese erreicht man wenn man tief genug in sich geht – tiefer ins wasser – da kann man zappeln und es bleibt immer noch klar –

      zeit zu nehmen um in sich zu gehen – dies ist für viele ein luxus
      lg Sabine

  3. Moin Moin,

    kurz zum Artikel, ist wie immer TOP! „Annehmen, dass doch nicht alles möglich ist“, finde ich einen sehr gelungenen Satz den sich manche öfter durchlesen sollten und vllt. auch mal zwei, drei Minuten darüber nachdenken!

    Zu Norbert!: von welcher Polarität ist die Rede? Und wie soll etwas das verschieden ist aber zusammen gehört überwunden werden? oder sprichst du von der Erkenntnis das Dinge oft verschieden scheinen aber in einer Wurzel liegen? Sehr philisophisch!

    vg
    sascha

  4. Hi Ben,
    zur fremdbestimmung gehört viel mut um sich zu lösen – manche oder viele menschen sind emotional von einem menschen zb. partner abhängig und von den eingetrichterten gesellschaftlichen richtlienien – ich war einer von diesen menschen – owohl ich querdenker und immer schon revoluter war-bin schlitterte ich in diese emotionale abhängigkeit –

    das „wissen was man will“ und „die befreiung von abhängigkeiten“ sind ein eng aneinanderliegender grat – der erste schritt ist ausschlaggebend, dieses gefühl ist unbeschreiblich und ich wünsche es jeden menschen den ersten schritt zu tun!

    ich setze mich für *zufriedenheit* ein denn ständig glücklich zu sein ist anstrengend :)
    ich weis das ist relativ – ich spreche auch von dem richtigen glücksgefühl das ist schon extrem und um es genießen zu können ist zufriedenheit ein supa ziel ;)

      1. Hallo Ben,

        der unterschied zwischen glück und zufriedenheit ist für mich:

        zufrieden – sein beduetet für mich ein zustand mit mir selbst im reinen zu sein, harmonie im leben und der umwelt – mit den menschen und der welt in einklang zu sein.

        glück oder glücklich sein bedeutet für mich ein hochgefühl – extremer freude hervorgerufen durch eine situation – zb. gelunge arbeit – etwas ist in erfüllung gegangen – unerwartetes freudiges kommt auf mich zu – ständig lachen und ununterbrochen freuen – wie in extase lust und freude empfinden

        wenn ich glück ständig hätte dann ist das so als hätte ich ständig einen orgassmus –
        wenn ich zufrieden bin dann habe ich harmonie und viele vor-freuden und kann mir mein glück in verschiedenen formen und zeiten schaffen
        ich hoffe ich konnte dir meine wahrnehmung verständlich beschreiben :-)
        schönen sonnigen tag :-D

  5. Mit Monstern habe ich auch so meine Probleme…besonders in mir….

    Und ich bin der Auffassung, dass das Glück, nach dem wir in Konsum, Beziehungen, Arbeit, etc. suchen, einfach nicht existiert. Es wird nur im Kontrast mit Leid sichtbar…und meistens im Nachhinein…
    Aber die Suche danach hält uns am Leben…

  6. Mit meinen Gedanken und Worten: “ Was uns vom Glück abhält ?“ Da ist wohl der „Neid“, etwas nicht zu besitzen, was der andere hat! Etwas nicht zu „können“, was der andere kann! Sich mit dem Gedanken zu beschäftigen: „Was werden andere über mich „denken oder sagen“, was ich tue, wie ich mich verhalte! Das Problem, immer „Besser“ sein zu können oder zu wollen wie der Andere! „Missgunst“, jemanden durch Intrigen zu schaden, um selbst besser dastehen zu können! Die Blockade nicht selbst „Ich“ sein zu können, zu dürfen.
    Der steife Zwang „Vorbild“ sein zu müssen!, was aber ist ein „Vorbild“, wie wird es definiert?
    Sich nicht entspannt geben zu können, was die Arbeit oder den Alltag um einiges erleichtern würde.
    Ich will hier aber nicht länger Klug schwätzen, mein Leben hat sich aber durch einige Ereignisse so verändert, dass ich „Ich“ bin.

    1. Hallo Konstantin,

      du sprichst da schon einige wichtige Dinge an. Ich bin der Meinung, dass Vorbilder meistens nicht selbst entscheiden: „Ich bin jetzt ein Vorbild!“ und dann kommen die Leute. Sondern umgekehrt…

  7. Hallo Ben,
    um auf Deine Frage zu antworten ich setze mich dafür ein Menschen auf Ihren Weg zu begleite und in den nächste 6 bis 7 Jahren soll dafür ein Lebenshaus entstehen. Ein großes Ziel, aber ich bin auf dem Weg und habe gelernt, dass das Leben selbst einen in den Hintern tritt wenn man auf selbigen sitzt und faul wird. Oder man stolpert eben auch immer mal über Motivation so wie ich über deinen Blog. Danke dafür.
    Motto: leben miteinander und in Freiheit.

  8. ich setze mich für einen achtsamen und wetschätzenden Umgang nicht nur mit unseren Mitmenschen, sondern auch mit Tieren und der Natur ein. Das wird auf unserem Hof gelebt und ich gebe verschiedene Möglichkeiten in Seminaren weiter.
    Am schwierigsten ist für mich immer wieder der achtsame Umgang mit mir selbst, das hatte ich nie gelernt und bin immer noch am üben ;-)

    Sonnige Grüsse, Beate

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